Sport | Wintersport
10.03.2013

Maze-Triumph im Ofterschwang-Slalom

Die Slowenin egalisiert damit den Rekord von Hermann Maier, der 1999/2000 22 Mal am Podest stand.

Hermann Maier ist Tina Maze ein Begriff. Natürlich. „Der ist ein ganz Großer“, sagt die 29-jährige Slowenin über den Ski-Superstar aus Salzburg und schüttelt ungläubig den Kopf: „Dass ich einmal so gut sein werde, wie er ...“

Der besten Skirennläuferin der Gegenwart fehlten am Sonntag in Ofterschwang die Worte. Mit dem Sieg im vorletzten Slalom der Saison schaffte es Maze im 33. Rennen zum 22. Mal aufs Podest. So regelmäßig hatte in der Ski-Geschichte bisher nur ein Österreicher vom Siegestreppchen gelacht: Hermann Maier.

Schweizer Podestplatz

Nachdem der 40-jährige Rennpensionist vor einer Woche bereits seinen2000-Punkte-Rekordan die Slowenin verloren hat, muss er nun auch eine zweite Bestmarke mit Maze teilen, die bei frühlingshaften Bedingungen vor Wendy Holdener siegte. Die 19-Jährige beendete eine mehr als neunjährige Schweizer Durststrecke. Seit Sonja Nef (2003) hatte es für die Damen kein Slalom-Podest mehr gegeben.

Weltmeisterin Mikaela Shiffrin musste sich mit Rang drei zufrieden geben.

In der Gesamt- und Riesentorlauf-Wertung steht Maze bereits als Siegerin fest. Auch in Super-G und Abfahrt greift sie beim Saisonfinale in Lenzerheide (ab Mittwoch) nach den kleinen Kristallkugeln. Und seit Sonntag liegt die Ausnahme-Athletin auch in ihrer „Lieblingsdisziplin“, dem Slalom, an der Spitze – mit einem Vorsprung von sieben Punkten auf die 17-jährige Amerikanerin Mikaela Shiffrin. Die Halbzeitführende ging gestern im zweiten Durchgang zu vorsichtig ins Rennen und verbremste.

Spaßgesellschaft

Die Strategie von Fanny Chmelar (D) stand bereist vor dem ersten Lauf fest. Genauso wie das Outfit, in dem sich die 27-Jährige zum letzten Mal im Weltcup präsentieren wollte: ein rosarotes Tütü. „Ich wollte noch einmal Spaß haben, das ist für mich in letzter Zeit immer weniger geworden.“

Auch für die Österreicherinnen hielt sich der Spaß am Sonntag in Grenzen. Nicole Hosp wurde als Beste Neunte und sagte: „Die Müdigkeit nimmt jetzt bei jeder Fahrerin drastisch zu.“

1. Lauf 2. Lauf
1. Tina Maze SLO 1:52,85 54,55 58,30
2. Wendy Holdener SUI 1:53,10 0,25 55,32 57,78
3. Mikaela Shiffrin USA 1:53,60 0,75 54,45 59,15
4. Marie-Michele Gagnon CAN 1:53,81 0,96 56,08 57,73
5. Maria Pietilä-Holmner SWE 1:54,44 1,59 55,36 59,08
6. Frida Hansdotter SWE 1:54,85 2,00 55,68 59,17
7. Veronika Velez Zuzulova SVK 1:54,91 2,06 55,91 59,00
8. Nathalie Eklund SWE 1:54,92 2,07 56,96 57,96
9. Nicole Hosp AUT 1:55,01 2,16 56,64 58,37
10. Therese Borssen SWE 1:55,07 2,20 56,24 58,83
11. Bernadette Schild AUT 1:55,47 2,62 56,81 58,66
14. Carmen Thalmann AUT 1:55,63 2,78 57,07 58,56
18. Jessica Depauli AUT 1:55,93 3,08 57,34 58,59
19. Kathrin Zettel AUT 1:55,95 3,10 56,75 59,20

Ausgeschieden im 1. Durchgang u.a.: Michaela Kirchgasser (AUT), Sandrine Aubert (FRA), Irene Curtoni (ITA), Sarka Zahrobska (CZE), Maria Höfl-Riesch (GER)

Ausgeschieden im 2. Durchgang: Alexandra Daum (AUT), Erin Mielzynski (CAN), Christina Geiger (GER), Nina Löseth (NOR), Anne-Sophie Barthet (FRA), Michela Azzola (ITA), Michelle Gisin (SUI)

Tina Maze

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