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Sport Wintersport
09/27/2012

Marlies Schild verzichtet auf Sölden

"Das Herz würde ja sagen, aber die Vernunft sagt nein", meint die Salzburgerin. Michaela Kirchgasser wurde nicht zu Orgien eingeladen.

Marlies Schild verzichtet auch 2012 auf einen Start beim Weltcup-Auftakt in Sölden. Die Salzburgerin hat sich dort vor vier Jahren im Training eine schwere Beinverletzung zugezogen und hat seitdem nicht mehr am Riesentorlauf auf dem anspruchsvollen Gletscherhang teilgenommen. "Das Herz würde ja sagen. Aber der Kopf und die Vernunft sagen nein", erklärte die Slalom-Weltcupsiegerin am Rande einer PR-Veranstaltung ihres Skiausrüsters Atomic in Altenmarkt ihren neuerlichen Verzicht.

   Mit großen Erwartungen fiebert hingegen Kathrin Zettel dem Saisonstart am 27. Oktober entgegen. Die Niederösterreicherin hatte in den vergangenen Saisonen unter so großen gesundheitlichen Problemen zu leiden, dass sie kurzfristig über einen Rücktritt nachgedacht hatte.

"Mein Herz blutet ein bissl"

Nach einer Operation des linken Knies im vergangenen Mai und erfolgreichem Aufbautraining der Hüfte ist die Göstlingerin derzeit aber fast schmerzfrei. "Mir geht es sehr gut. Ich hatte einen Super-Sommer, meine Konditionswerte sind top. Das motiviert mich für das Skifahren", sagte Österreichs letzte Sölden-Siegerin (2008) einen Monat vor dem Saisonstart. "Vom Podium wil ich nicht reden. Aber mein schlechtester Platz dort ist ein Siebenter, dahinter will ich nicht zurückfallen", gab sich Zettel zuversichtlich.

   Schild wird hingegen erst mit dem Levi-Slalom im November in den Weltcup einsteigen und ihren ersten Riesentorlauf in Aspen bestreiten. "Mein Herz blutet ein bissl, weil ich in Sölden nicht fahre. Ich bin ja eine Rennfahrerin und es wäre dazu gleich das erste Rennen im eigenen Land", gestand die 31-Jährige. Extra entscheiden hatte sie sich dafür aber nicht müssen. "Ich bin ja im Vorjahr dort schon nicht gefahren und an der Situation hat sich seitdem nichts geändert."

   Wenigstens hat Schild neben dem Flachau-Slalom auch mit der Schladming-WM im Februar wieder eine Gelegenheit, sich den heimischen Fans zu präsentieren. "Schladming wird meine erste und einzige Heim-Weltmeisterschaft. Da möchte ich in Form sein", hat sich die Siegerin von 35 Weltcuprennen vorgenommen.

Kirchgasser wurde nicht zu "wilden Orgien" eingeladen

Thema in Altenmarkt war natürlich auch das zweite Buch der deutschen Rennläuferin Maria Höfl-Riesch, in dem diese auch über die intensiven zwischenmenschlichen Beziehungen im Ski-Zirkus ("Porno-Zirkus") schreibt. "Maria war ja lange solo. Sie wird schon wissen, wovon sie schreibt", lautete der trockene Kommentar von Benjamin Raich. Raichs Lebensgefährtin Schild reagierte ähnlich cool. "Das ist bei uns wohl nicht anders als überall anders. Vermutlich ist das Ganze ein Gag, um das Buch zu verkaufen."

   Der aktuelle Weltcup-Champ Marcel Hirscher hatte bis Donnerstag von dem Buch auch nur gehört. "Wenn man gemeinsam unterwegs ist, werden sich Menschen eben kennenlernen. Das ist in jedem Business der Fall", sagte der Salzburger.

   Michaela Kirchgasser meinte lachend: "Zwischenmenschlich kommt das in jedem Betrieb vor. Dass es wilde Orgien gegeben haben soll, dazu bin ich noch nie eingeladen worden. Aber das ist mir auch herzlich egal." Der Schweizer Carlo Janka fand das Thema "interessant" und "prinzipiell wenig überraschend."

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