Kitz: Maier tippt auf Cuche

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"Weil Erfahrung auf dieser Strecke das Wichtigste ist", steht der Schweizer ganz oben auf der Tipplist des Herminators.

In zumindest einem Bereich geht es Hermann Maier wie den meisten ehemaligen Ski-Stars: Kitzbühel ist auch nach dem Ende der Karriere ein Pflichttermin. Allerdings liegt das Augenmerk nun eher auf dem Nachtleben: "Kitzbühel ist für mich jetzt fast anstrengender als in meinen aktiven Tagen. Ich habe in den letzten zwei Jahren hier in Kitzbühel alle Partys gesehen. Irgendwo wird eine Weißwurst geschält, wo anders wird mit dem Champagner gespritzt. Da gibt`s keine großen Unterschiede. Wenn mir eine Party gefällt, bleib ich länger, sonst geh ich einfach zur nächsten."

Besondere Freude hat Maier mit seinem um 17 Jahre jüngeren Landsmann Marcel Hirscher, mit dem ihn nicht nur der Kopfsponsor verbindet, schließlich sind Flachau und Annaberg-Lungötz nicht einmal 30 Kilometer voneinander entfernt. "Man merkt schon sehr deutlich, dass es gewisse Ähnlichkeiten gibt. Das fällt mir auf", merkte Maier an. "Es ist unverkennbar aus der gleichen Gegend wie ich und hat die gleiche Art und Weise, an die Dinge heranzugehen. Wenn man ihn so reden und seine Antworten hört, ist das sehr ähnlich. Marcel ist auf einem sehr guten Weg. Es ist sehr wichtig für Österreich, dass man so einen hat."

Mit seinem Siegertipp für die Abfahrt am Samstag ist Maier nicht alleine. "Didier Cuche, weil Erfahrung auf dieser Strecke das Wichtigste ist. Wenn die Verhältnisse so schwierig bleiben, dann kann hier auf der Streif kein Jungspund gewinnen." Gespannt ist Maier deshalb auf die Darbietung des Schweizer Senkrechtstarters Beat Feuz. "Es ist überraschend, dass Feuz schon mit 24 Jahren so eine Klasse hat. Aber Kitzbühel ist eben ein anderes Kaliber."

"Nirgends ist es im Starthaus ruhiger"

Aus der ÖSV-Mannschaft gibt Maier Mario Scheiber ("Ihm liegt Kitz sehr, sehr gut"), Hannes Reichelt und Klaus Kröll die größten Chancen. Maier hat in Kitz neben seinen fünf Super-G-Siegen auch 2001 in der Abfahrt triumphiert. Der Mythos Kitzbühel hat auch ihn stets in seinen Bann gezogen.

"Hier hebt um einiges öfter der Rettungshubschrauber ab, hier können Karrieren zu Ende gehen, nirgends ist es im Starthaus ruhiger", weiß Maier. "Kitzbühel verlangt höchste Konzentration, vom ersten Training an. Hier musst du bereit sein für außergewöhnliche Dinge und darfst nur so fahren, wie du es dir zutraust. Mehr ist nicht ratsam. Wenn einer einen Sieg feiert, liegt der andere im Krankenhaus. Mit dem muss man fertig werden am Start, das ist die große Kunst und Schwierigkeit."

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Erstellt am 20.01.2012