Sport | Wintersport
25.01.2013

Kabarett mit Hujara und Innerhofer

Der Italiener hatte sich mit den FIS-Herren angelegt.

Wie ein Schulbub stand Christof Innerhofer nach seinem dritten Platz im Super-G vor dem Podium der FIS-Rennjury und bat um Milde und Vergebung. „Es tut mir leid, was ich gesagt habe“, sagte der Südtiroler ins Mikrofon, „es tut mir leid, dass ich aufgewühlt die falschen Worte gewählt habe. Ich habe Fehler gemacht.“

Innerhofer hatte die honorigen Herren rund um FIS-Renndirektor Günter Hujara in einem ORF-Interview verbal attackiert und sie der Lüge bezichtigt, nachdem er im Abschlusstraining für die Abfahrt eine Geldstrafe (999 Franken) ausgefasst hatte und darüber hinaus auch noch in der Startliste auf Rang 46 zurückgereiht worden war. Der Grund für die Sanktionen: Innerhofer hatte im Abschlusstraining die Fahrt nach einem Sturz fortgesetzt und somit die Sicherheitsbestimmungen verletzt.

Was dann am Freitag folgte war eine Fahrt auf Platz 3 mit der Wut im Bauch, und so nebenbei ein riesiges Kabarett bei der Mannschaftsführersitzung. Günter Hujara, der in der Vergangenheit schon Hermann Maier oder Didier Cuche die Leviten gelesen hatte, zitierte bei diesem Meeting nicht nur eine Protest-Email, die er nach Innerhofers Interview erhalten hatte („dich deutsches A....loch sollte man den Berg runterwerfen“), er drohte dem Sieger der letzten Abfahrt in Wengen sogar mit dem Entzug der FIS-Rennlizenz.

Übertrieben und überzogen. Genauso wie die Wortwahl von Innerhofer.