Sport | Wintersport
05.01.2012

Hosps neuer Mut dank langer Skier

Nach einem Monat Pause fahren die Damen wieder ab. Nicole Hosp freut's, Anna Fenninger ist die Schnellste.

Am Dienstagabend war sie am Boden zerstört und kaum zu trösten. Nicole Hosp war im ersten Durchgang des Zagreber Damen-Slaloms ausgeschieden, schon wieder, und sie weinte bitterlich.

Sie hatte ihre finstere Serie im Slalom auf 370 Tage ausgebaut, am Semmering war es am 29. Dezember 2010 losgegangen, nun war der 3. Jänner 2012, und als bestes Ergebnis steht aus dieser langen Zeit ein zwölfter Platz zu Buche.

Zwei Tage später, anderes Land, anderer Schauplatz, anderer Bewerb, andere Skier – und ein bisserl auch andere Nicole Hosp. Nach dem ersten Training für die Abfahrt in Bad Kleinkirchheim (Samstag, 11.45 Uhr, live ORFeins, Eurosport, KURIER-Ticker) gestand die Tirolerin zwar, dass ihr die Umstellung auf die langen Skier nach fast einem Monat Speed-Pause nicht leicht gefallen ist, doch sie strahlte wieder eine gewisse Zuversicht aus.

Selbsthilfe

"Die Strecke hier ist eigentlich gut für mich, sie hat viele Kurven, es geht Schwung auf Schwung", sagte die 28-Jährige also, und im Super-G hatte sie auch die besten Resultate im Jahr 2011. In Bad Kleinkirchheim wird ein solcher am Sonntag gefahren, die Abfahrt am Samstag lässt Hosp wie geplant Abfahrt sein. Der neue Reiz durch die langen Skier könnte ihr helfen, die Blockade zu lösen, die sie so oft bremst. "Es ist verdammt schwer im Moment. Aber ich muss mir jetzt selber helfen."

Helfen könnte auch ein Blick auf die Kolleginnen: Anna Fenninger, seit Wochenfrist einfache Weltcupsiegerin, raste am Donnerstag zur Bestzeit, und das ganz regulär. Das ist insofern bemerkenswert, als die Konkurrenz vielfach Torfehler beging, was die Leistung der 22-Jährigen noch zusätzlich aufwertet. Mit Regina Mader (Fünfte mit Torfehler) und Andrea Fischbacher (Achte ohne) klassierten sich noch zwei weitere Österreicherinnen in den Top 10.Maria Höfl-Riesch hingegen gab auf. Die von einer Verkühlung geplagte Deutsche zog danach einen Arzt zu Rate und erwägt einen Startverzicht, sollte sich ihr Gesundheitszustand nicht deutlich bessern.

Glück hatte die 19-jährige B-Kader-Fahrerin Cornelia Hütter: Die Steirerin wurde im Schlusshang von der Franz-Klammer-Piste abgeworfen und landete im Netz, blieb aber unverletzt.

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