Skistar Marcel Hirscher: "Das traue ich mich gar nicht mehr zu beantworten"

Das Kapitel Weltcup ist für Marcel Hirscher noch nicht abgehakt, sagte er im Interview bei SRF. Und bei einem Thema kann er jetzt mitreden.
Marcel Hirscher beim Formel-1-Grand-Prix von Österreich im Jahr 2025.

Marcel Hirscher ist einer der erfolgreichsten Skirennläufer der Welt. Der Salzburger gewann 67 Einzel-Rennen im Weltcup und holte achtmal in Folge den Gesamtweltcup. Von den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang nahm er zwei Goldmedaillen (Riesentorlauf, Slalom) mit.

Ende der Saison 2019 gab Hirscher seinen Rücktritt bekannt, 2021 präsentierte er seine Skimarke Van Deer, doch 2024 wollte er es wieder wissen. Nach 2051 Tagen gab er beim Riesentorlauf in Sölden sein Comeback - Rang 23. Doch kurz darauf riss im Training das Kreuzband, Hirscher fiel auch für die Saison 2025/26 aus.

Nun sprach der mittlerweile 37-Jährige im Interview mit SRF über seine Pläne. Ein zweites Comeback will er nicht ausschließen, aber nicht erzwingen. Der bisherige Heilungsverlauf seines Kreuzbandrisses sei nicht unbedingt optimal verlaufen. In erster Linie wolle Hirscher nun gesund werden: "Dann schauen wir, ob Skirennen möglich sind. Ob es für die oberste Liga reicht, getraue ich mich heute absolut gar nicht mehr zu beantworten."

Das Comeback ist "viel zu schnell" gegangen

Rückblickend sei sein erstes Comeback viel zu schnell gegangen. "Der Plan war, einige FIS-Rennen zu fahren und körperlich fit zu werden, dann ein paar Europacuprennen. Und wenn es sich ausgeht, das eine oder andere Weltcuprennen", sagte Hirscher. Doch dann gab es plötzlich von der FIS eine Wildcard. "Eigentlich viel zu schnell", sagt er. "Aber im Nachhinein das Buch rückwärts zu lesen, ist immer einfach."

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