Nach dem Herzstillstand: KAC-Verteidiger Murray bekam einen Defibrillator

Nach dem Schock von Klagenfurt ist Jordan Murray auf dem Weg der Besserung. Ob er mit dem eingesetzten Defi wieder Profisport ausüben kann, ist noch nicht sicher.
Jordan Murray

Vier Wochen nach seinem Herzstillstand am Eis und zwei Wochen nach einer erfolgreichen Operation zeigt sich beim KAC-Verteidiger Jordan Murray eine positive Entwicklung. Der 33-jährige Kanadier befindet sich laut Klubangaben weiter auf dem Weg der Besserung und tastet sich Schritt für Schritt zurück in Richtung Normalität.

Murray war beim ersten Viertelfinalspiel gegen Fehérvár AV19 kollabiert und hatte einen Herzstillstand. In der Folge wurde ihm ein Kardioverter-Defibrillator implantiert, der ein erneutes lebensbedrohliches Ereignis verhindern soll. Zehn Tage nach dem Eingriff steht eine Kontrolluntersuchung im Klinikum an. Fällt diese positiv aus, plant Murray die Rückkehr in seine kanadische Heimat gemeinsam mit seiner Partnerin Megan. Unterstützung erhält das Paar auch von Megans Eltern, die nach dem Vorfall nach Klagenfurt gereist waren.

„Ich bin weiterhin am Weg der Besserung und nehme – wie auch meine Ärzte – die Entwicklung als positiv und von stetigem Fortschritt gekennzeichnet wahr“, wird Murray zitiert. Sein Alltag habe sich seit dem Vorfall zwar stark verändert, dennoch richtet sich der Blick nach vorne.

Ob eine Rückkehr in den Profisport möglich ist, bleibt offen. „Die Ärzte haben mir mitgeteilt, dass ich nach dem Einsetzen des Geräts ein normales Leben führen kann, das keinerlei Einschränkungen unterliegt. Ob das auch inkludiert, weiterhin Profieishockey zu spielen, ist eine Frage, die ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt für mich noch nicht beantworten kann und will“, sagte der Verteidiger.

Besonders hob Murray die Unterstützung aus seinem Umfeld hervor. „Besonders dankbar ist Jordan Murray für die Welle an Solidarität im Verlauf der letzten vier Wochen: ‚Unsere Vereinsärzte, Hannes Florianz und Günther Bachler, haben mir auf der Spielerbank das Leben gerettet, die medizinische Versorgung und Betreuung im Klinikum danach war ebenso hervorragend. Als man mich nach einigen Tagen aus dem künstlichen Tiefschlaf zurückgeholt hat, habe ich auch realisiert, wie groß die öffentliche Anteilnahme war. Diese Unterstützung hat mir geholfen, zu dem Punkt zu kommen, an dem ich heute stehe.‘“

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