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Sport Wintersport
06/10/2020

Gregor Schlierenzauer: "Ich habe meine Droge zurück"

Der 30-jährige Tiroler wagte sich nach seiner Augen-Operation erstmals wieder über die Sprungschanze

von Christoph Geiler

Gregor Schlierenzauer ist wieder ganz in seinem Element. Während die meisten seiner Teamkollegen nach der Corona-Pause bereits wieder in die Luft gegangen sind, musste der 30-jährige Tiroler vorerst am Boden bleiben. Schlierenzauer hatte sich im Frühjahr einer notwendigen Augen-Operation unterzogen und stieg daher erst am Dienstag ins Sprungtraining ein.

Auf der Schanze in Stams hob der Rekordspringer im Weltcup (53 Siege) nun an der Seite seiner Tiroler Kollegen Philipp Aschenwald, Clemens Aigner, Manuel Fettner und Clemens Leitner wieder ab. "Ich habe endlich meine Droge zurück. Ich bin zurück im Schwebezustand", jubelte Schlierenzauer.

Der Routinier hat intensive Wochen hinter sich, wie er in seinem Blog schreibt. "Ich spüre, dass sich das strukturierte Trockentraining der vergangenen Monate voll bezahlt gemacht hat. Ich bin gleich wieder super reingekommen. Es fühlt sich rundherum fantastisch an."

Gregor Schlierenzauer hat weiterhin Werner Schuster als Mentar und Privatcoach an seiner Seite. Die Zusammenarbeit mit seinem Vertrauenstrainer aus Jugendzeiten hat sich bewährt und ist auch ganz im Sinne des neuen ÖSV-Cheftrainers Andreas Widhölzl, der in regem Austausch mit Schuster steht. Zumal die beiden am Mieminger Plateau auch Nachbarn sind. "Er hat im letzten Winter eine gute Entwicklung gemacht", lobt der Nachfolger von Andreas Felder.

Erster Trainingskurs

In der kommenden Woche versammelt Widhölzl erstmals alle Springer um sich, in der Villacher Alpenarena steht der erste Trainingskurs auf dem Programm. "Die Vorfreude ist groß, weil ich dann endlich auch den Rest der Mannschaft persönlich wiedersehe", sagt Schlierenzauer. "Und nicht zuletzt, weil die Region ein weiteres Beispiel für die unglaubliche Schönheit unseres Landes ist. Wenn man so lange nur die eigenen Wände zu Gesicht bekommt, wird man sich dessen noch viel mehr bewusst."

Schlierenzauers vorrangiges Ziel in den kommenden Wochen: "Es geht darum, die Idee aus der Vorsaison fortzusetzen. Soll heißen die Mechanismen einzuschleifen, sich ans Limit heranzutasten und offen für die Weiterentwicklung zu sein."

Abseits der Schanze beginnt für den 30-Jährigen bald ein neues Kapitel. Gregor Schlierenzauer will sich nicht nur mit Skispringen beschäftigen, sondern denkt auch an die Zeit nach der Karriere. Deshalb beginnt er im Herbst einen Wifi-Kurs in Sachen Immobilien. "Das Thema interessiert mich einfach, ob es schlussendlich die richtige Ausbildung ist, wird man sehen. Ich möchte es jedenfalls ausprobieren und generell in diese Richtung neue Reize zu setzen."

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