Großer Ärger nach den Dummheiten gegen Frankreich

Teamchef Bader sprach die Fehler an © Bild: APA/HELMUT FOHRINGER / HELMUT FOHRINGER

Für den Klassenerhalt muss Österreich am Samstag (16.15) gegen Weißrussland gewinnen.

Der Ärger von Teamchef Roger Bader war riesengroß. Selten hat der Schweizer so klar dumme Fehler angesprochen, wie nach dem 2:5 am Freitag gegen Frankreich. Mit Konstantin Komarek, Patrick Peter und Bernhard Starkbaum bekamen drei Spieler nach dem Bauchfleck ihr Fett ab.

Österreich führte durch Hundertpfund früh (4.) und hatte durch Schneider eine Großchance auf das 2:0. Nach dem 1:1 durch Fleury (10.) machte Komarek in Überzahl ein wirklich dummes Foul. Frankreich nützte das folgende Powerplay zum 2:1 durch Treille (14.). „Mich ärgert diese Strafe von Komarek sehr. Das sind Momente, die ein Spiel kippen lassen“, sagte Bader. Auch ein Foul von Patrick Peter sorgte für Unmut, weil es letztlich die Niederlage besiegelte. „Er muss im Mitteldrittel nicht so draufgehen. Das war völlig unnötig“, sagte der Teamchef zu der Situation, die zu einer Zwei-Mann-Unterzahl führte. In dieser brauchten die Franzosen nur Sekunden, um durch Fleury die Führung zum 3:2 zu erzielen (35.), die sie nicht mehr hergaben.

Und dann kam dazu, dass auch Bernhard Starkbaum nicht seinen besten Tag hatte. „Wenn er so gespielt hätte wie gegen die Schweiz, dann hätten wir gewonnen. Mit 83 Prozent gehaltener Schüsse geht das aber nicht.“ Frankreich-Tormann Hardy hielt 94 Prozent der Schüsse.

Was das für das Samstag-Spiel gegen Weißrussland bedeutet? Ein Goalietausch zu David Madlener wurde angedacht. „Ich werde mit Starkbaum sprechen und dann entscheiden“, sagte Bader. Lebler hat sich einen Finger gebrochen und konnte nur fitgespritzt die Partie fertig spielen.

Kein Kindergeburtstag

Wie dieses negative Resultat auf die Mannschaft vor dem Entscheidungsspiel gegen Weißrussland (Samstag, 16.15) wirkt? Der Teamchef fordert: „So ist es im Sport für Spieler und Trainer. Die WM ist kein Kindergeburtstag, sondern eine Veranstaltung für Männer. Jetzt muss man aufstehen. Wer das nicht kann, soll zu Hause bleiben.“

Die Weißrussen haben nach dem 0:3 am Samstagabend noch immer null Punkte. Das heißt: Sollte Österreich überraschend nach 60 Minuten gewinnen, dann wäre der Klassenerhalt fixiert, weil die Weißrussen in der letzten Runde (am Dienstag gegen die Slowakei) Österreich (am Montag gegen Tschechien) nicht mehr überholen könnte.

( kurier.at ) Erstellt am 12.05.2018