Warum die Leistung eines Spielers im Play-off besonders wertvoll ist

David Madlener blieb ohne Gegentor.
Im Play-off sind viele Blicke auf die Tormänner gerichtet. Und da ganz besonders auf Vorarlbergs David Madlener, der auch im Nationalteam noch etwas vor hat.

Es gibt Resultate, die ganz einfach nur das Produkt von Leistungen in einem Spiel sind. Und es gibt Resultate, deren Bedeutung weit über das Ende der Partie hinaus reichen. So eines war das 2:0 der Pioneers Vorarlberg gegen den KAC am ersten Spieltag des Viertelfinales in der ICE Hockey League.

Nicht nur die Tatsache, dass der große Außenseiter (Vorarlberg wurde nur Zehnter im Grunddurchgang) gegen das mit Abstand beste Team der Saison (KAC machte 102 Punkte in 48 Partien) gewinnen konnte, ist beachtlich. Dass Goalie David Madlener an seiner alten Wirkungsstätte ohne Gegentor blieb, sollte dem 31-Jährigen gehörig Auftrieb geben für die Aufgaben, die dem Feldkircher im Frühjahr noch bevorstehen werden.

Höhepunkt im Mai

Denn nach dem Rücktritt des langjährigen Teamtormanns Bernhard Starkbaum wird Madlener im Mai bei der Weltmeisterschaft in Prag wohl Österreichs neue Nummer eins sein. Ohne die Trainerentscheidung vorwegzunehmen, kann aufgrund der geringen Anzahl an Saisoneinsätzen seiner Konkurrenten David Kickert (Salzburg/15), Florian Vorauer (KAC/12) und Sebastian Wraneschitz (Vienna Capitals/15) nur Madlener die Nummer eins bei der Weltmeisterschaft sein.

Der introvertierte Schlussmann spielt eine seiner besten Saisonen. Auf jeden Fall hatte er noch nie so wie heuer die Praxis von bislang 35 Spielen. In Feldkirch setzte er sich gegen den italienischen Teamtorhüter Alex Caffi (17 Einsätze) durch und macht einen fitteren Eindruck als in vergangenen Jahren. Somit ist auch eine höhere Zahl an Einsätzen keine zu hohe Belastung.

Eine „Maschine“

Von seinem Trainer Dylan Stanley kam nach der 2:0-Sensation in Klagenfurt viel Lob: „Mad Dog hat ihnen die Lichter ausgemacht. Er liebt es, hier in Klagenfurt zu spielen, weil er gute Erinnerungen hat. Er war wie eine Maschine.“

Madlener spielte fünf Saisonen für den Rekordmeister und wurde 2019 und 2021 mit dem KAC Meister der ICE Hockey League. 2019 stand er aber im Schatten des norwegischen Teamgoalies Lars Haugen, 2021 im Schatten des dänischen Teamtormannes Sebastian Dahm, der immer noch für den KAC spielt.

Bei der WM wird Madlener wohl wieder auf Dahm treffen. Gleich zum Auftakt am 11. Mai braucht das Nationalteam gegen Dänemark eine starke Torhüterleistung, um die Chance auf eine Überraschung zu haben.

Für den großen Außenseiter Vorarlberg gilt dies im Duell mit dem KAC genauso. In der Best-of-seven-Serie geht es am Dienstag in der Vorarlberghalle weiter (19.30, Puls24).

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