"Mein kleiner Bruder hat 60 Kilo und wurde von drei Securitys in die Zange genommen. Da ist mein Beschützerinstinkt hervorgekommen"

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Eishockey
11/02/2012

David Schuller muss vor Gericht

Der Ausrutscher bei der Beach-Party im Sommer in Klagenfurt hat für KAC-Stürmer David Schuller ein Nachspiel bei Gericht.

Man könnte ihn als „b’soffene G’schicht“ abtun, jenen Vorfall, der sich in der Nacht zum 22. Juli auf dem Uni-Campus in Klagenfurt abgespielt hat und in dessen Mittelpunkt der Eishockeyspieler David Schuller (32) stand. Aber die Justiz sieht es anders, ihr ist die Reue, die Schuller tags darauf an den Tag legte, zu wenig.

Blenden wir zurück: Schuller war beim Eingang zum VIP-Bereich der Party in ein Handgemenge mit Security und Polizei verwickelt. Bei der Auseinandersetzung vergaß der Kärntner Lyrikpreisträger auf seine gute Kinderstube. Mit 1,6 Promille Alkohol im Blut wurde er wegen versuchten Widerstandes gegen die Staats­gewalt – er soll einen Polizisten "an der Gurgel" gepackt haben – festgenommen. "Mein kleiner Bruder hat 60 Kilo und wurde von drei Securitys in die Zange genommen. Da ist mein Beschützerinstinkt hervorgekommen", verteidigte er sich.

Die Staatsanwaltschaft Klagenfurt hat einen Strafantrag gegen Schuller eingebracht. Ihm werden versuchter Widerstand gegen die Staatsgewalt, versuchte schwere Körperverletzung, Körperverletzung und Sachbeschädigung vorgeworfen. Strafrahmen: bis zu drei Jahre Haft.

Es gibt bereits einen Verhandlungsstermin: Am 23. November muss sich Schuller vor Einzelrichterin Michaela Sanin (bekannt aus dem zweiten Korruptionsprozess gegen den ehemaligen FPK-Politiker Uwe Scheuch) verantworten, sagte Gerichtssprecher Christian Liebhauser-Karl auf KURIER-Anfrage.

Burgstaller im Glück

Nur wenige Stunden nach dem Ausraster von David Schuller war bei der Beach-Party auch Fußballer Guido Burgstaller (23) aus dem Rahmen gefallen. Er hatte sich zwar nicht auf ein Handgemenge, wohl aber auf eine verbale Auseinandersetzung mit der Polizei eingelassen und wurde deshalb wegen Ordnungsstörung, Anstandsverletzung und aggressivem Verhalten angezeigt.

"Bei uns ist gegen Burgstaller kein Verfahren anhängig", sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, Helmut Jamnig. "Denn das sind keine Offizialdelikte." Wohl aber dürfte es eine saftige Verwaltungsstrafe gesetzt haben.

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