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Sport Wintersport
11/30/2020

Cornelia Hütter: "Die gschissenen Brettln können mich kreuzweise"

Nach drei Kreuzbandrissen in vier Jahren dachte die Steirerin schon ans Aufgeben. Nun kehrte die Abfahrerin auf die Skipiste zurück.

von Christoph Geiler

Die Freude war Cornelia Hütter sichtlich anzumerken. Endlich durfte sie wieder auf den Brettl'n stehen, die ihr die Welt bedeuten. Endlich konnte sie wieder auf der Piste ihre Schwünge ziehen. Endlich scheint ihre Leidenszeit ein Ende genommen zu haben.

 

 

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"Das war ein brutal emotionaler Tag für mich", gestand Hütter nach dem ersten Skitag in Obergurgl. Die wichtigste Nachricht: "Das Knie hat gut reagiert."

Im Frühjahr war die steirische Speedspezialistin mitten im Training fürs Comeback erneut von einem Kreuzbandriss aus der Bahn geworfen worden. Dieser Rückschlag war der negative Höhepunkt einer nicht enden wollenden Verletzungsgeschichte. In den vergangenen vier Jahren befand sich Hütter häufiger im Krankenstand als am Weltcupstart.

Die gschissenen Brettl'n

Nachvollziehbar, dass sich Cornelia Hütter auch Gedanken über das Karriereende machte. "Skifahren war so weit weg. Ich habe Skifahren nur mehr mit negativen Erlebnissen verbunden und mir zeitweise gedacht: Die gschissenen Brettln können mich kreuzweise."

Man muss die 28-Jährige für ihr Durchhaltevermögen und ihre Ausdauer bewundern. Viele andere hätten möglicherweise schon aufgegeben und ihre Karriere längst beendet, doch Cornelia Hütter lässt sich nicht so leicht unterkriegen. Vor allem, weil sie schon einmal gezeigt hat, dass sie nach einer schweren Verletzung phänomenal zurückkehren kann.

Fast auf den Tag genau vor drei Jahren (1.Dezember 2017) gewann Hütter in Lake Louise die Abfahrt - es war ihr erstes Rennen nach einem Kreuzbandriss.

Doch der Verletzungsteufel sollte schnell wieder zuschlagen: Im Frühjahr 2018 erlitt die Steirerin bei einem Sturz eine Lungenprellung, eine Knorpelfraktur und eine Läsion der Milz.

Ihre Pechsträhne sollte im darauffolgenden Winter weitergehen: Im Jänner 2019 zog sich Hütter bei einem Sturz in Garmisch einen Innenbandeinriss im Knie sowie einen Muskelfaserriss in der Wade und verpasste die WM in Aare. Als sie beim Weltcupfinale in Andorra wieder am Start war, erlitt sie einen Kreuzbandriss.

 

 

 

 

 

Im vergangenen Winter verzichtete Hütter ganz bewusst auf Starts bei Weltcuprennen, um ihr Knie zu schonen und sich in aller Ruhe für diese Saison vorzubereiten. Doch dann warf sie im Frühjahr der dritte Kreuzbandriss ihrer Karriere erneut zurück.

Wann, wo und wie sie nach all diesen Verletzung in den Weltcup einsteigen wird, lässt Cornelia Hütter noch offen. Sie will sich nicht unter Zeitdruck setzen lassen und notfalls erst im kommenden Winter wieder in den Weltcup einsteigen.

Fahren mit Schienen

Als Konsequenz auf ihre Knieverletzung hat Cornelia Hütter ihr Training umgestellt. Dazu greift sie neuerdings beim Skifahren zu zwei Carbonschienen, die ihren Kniegelenken mehr Stabilität geben sollen.

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