Das neue Gesicht des ÖSV: Patrick Riml, Toni Giger und Christian Mitter (vo.li.n.re.)

© ÖSV/Erich Spiess

Ski Alpin
04/24/2019

ÖSV stellt sich neu auf: "Haben beste Trainer der Welt geholt"

Christian Mitter wird neuer Damen-Chefcoach, Patrick Riml koordiniert das ganze Skiteam.

von Christoph Geiler

Der ÖSV stellt weiter munter die Weichen für die Zukunft. Nach dem Rücktritt von ÖSV-Sportdirektor Hans Pum, der im Sommer aus dem Skiverband ausscheidet, gibt's nun weitere Personalrochaden. Anton Giger tritt die Nachfolge von Pum an, Christian Mitter löst Jürgen Kriechbaum als Chefcoach der Skidamen ab. Dazu wird der langjährige US-Alpinchef Patrick Riml neuer Organisationschef im ÖSV-Skiteam.

Mitter hatte sich in den letzten Jahren als Erfolgscoach der norwegischen Ski-Herren einen Namen gemacht und mit Aksel Lund Svindal, Kjetil Jansrud, Aleksander Aamodt Kilde und Henrik Kristoffersen zahlreiche Titel und Triumphe eingefahren.

Nun tritt Mitter die Nachfolge von Kriechbaum an, der sechs Jahre lang die ÖSV-Damen betreut hatte. "Ich bekam ein spannendes Angebot von der österreichischen Vereinigung und nachdem ich gründlich über Ostern nachgedacht hatte, entschied ich mich dafür, Ja zu sagen. Der Job als Nationalteammanager in Österreich ist eine neue Herausforderung mit hohen Anforderungen und hohen Erwartungen, sagt Christian Mitter. Kriechbaum bleibt dem ÖSV als Scout im Nachwuchs erhalten.

Mit Patrick Riml ist dem ÖSV ein weiterer Coup gelungen. Der Ötztaler war der Vater der Erfolge der US-Skifahrer rund um Lindsey Vonn und Mikaela Shiffrin. Künftig soll er sich um die Organisation im heimischen Skisport kümmern.

Präsident Peter Schröcksnadel ist über die Personalentscheidungen glücklich. "Wir haben die besten Trainer der Welt geholt."

SKI WM 2019 IN AARE: SLALOM DER HERREN:SIEGEREHRUNG: PUM / SCHRÖCKSNADEL

Prof. Peter Schröcksnadel (ÖSV-Präsident): „Kurz vor Are habe ich öffentlich bekannt gegeben, dass ich daran denke für den Skiverband eine geeignete Nachfolgestruktur und einen geeigneten Nachfolger zu finden. Der ÖSV ist ein sehr großer Verband mit 450 Athleten, 250 Trainern und Betreuern. Insgesamt haben wir im Leistungs- und Spitzensport circa 800 Beschäftigte. Einen solchen Verband zu führen, ist eine sehr große Verantwortung und keine einfache Angelegenheit. Meine Aufgabe wird es aber auch sein, die Struktur im ÖSV so zu gestalten, dass der der sehr große sportliche und wirtschaftliche Erfolg weiterhin gesichert ist. Diese Umstrukturierungsmaßnahmen erfolgen im sportlichen und auch im administrativen Bereich. Ein zukunftsweisender Schritt wurde heute gesetzt und gerade im Alpinbereich ist es zudem gelungen die weltbesten Trainer für den ÖSV zu verpflichten." 

   
       
Toni Giger (Leitung ÖSV Leistungssport): „Die Zeit unter Hans Pum war sehr erfolgreich. Von da her ist es eine große Herausforderung für mich in diese Fußstapfen treten zu dürfen. Wir haben ja in den letzten Jahren den Rennservice und Technologiebereich aufgebaut, den ich teilweise weiterführen werde. Deshalb benötige ich vor allem im organisatorischen Bereich Unterstützung. Wir haben uns entschlossen in der Struktur eine neue Funktion einzuführen. Diese wird Patrick Riml ausfüllen. Dabei geht es um die Organisation und Struktur im alpinen Skirennlauf. Dieser hat insofern eine Sonderstellung innerhalb des ÖSV, da er im Gegensatz zu anderen Sparten keine eigenen Sportstätten hat. Deshalb ist das alpine Training im Hinblick auf Trainingszeiten, Pistenbeschaffenheit aber auch in puncto Sicherheit eine besondere Herausforderung. Patrick ist vor allem für die Optimierung all dieser Rahmenbedingungen verantwortlich und wird dadurch auch die sportlichen Leiter unterstützen. Er ist ein Mann mit sehr viel Erfahrung, der in den letzten Jahrzehnten unglaubliche Erfolge mit dem amerikanischen Skiteam eingefahren hat. Deshalb wird auch seine beratende Funktion für die sportlichen Leiter bis hin zum Nachwuchs – da geht es um Analysen, Teamstrukturen, Trainerbestellungen und Einsatzplanungen – sehr wertvoll für uns sein."   

 

     
       
Patrick Riml (Organisation und Struktur Alpin): „Ich bin sehr dankbar für das Vertrauen des Präsidenten und von Toni Giger, dass ich so eine Aufgabe im Österreichischen Skiverband übernehmen kann. Das ist der beste Verband der Welt. Nach 20 Jahren in Nordamerika freut es mich riesig wieder zurück in Österreich zu sein. Der Aufgabenbereich ist sehr speziell definiert. Es geht vor allem darum Trainings- und Wettkampfvorbereitungen zu optimieren. Es gehört aber auch eine Unterstützung der sportlichen Leiter – was den Analysenbereich, die Kadererstellungen etc. betrifft – dazu. Wichtig ist auch weltweit bezüglich Trainingsorte ein perfektes Setup zu haben, um jederzeit das Maximum herausholen zu können. Ein weiterer Punkt ist es Trainern – sei es im Damen- oder Herrenbereich – zu helfen, sich weiterentwickeln zu können. Wodurch diese wiederum besser und effizienter mit den Athletinnen und Athleten arbeiten können."   
       
Christian Mitter (Sportlicher Leiter Ski Alpin Damen): „Wir sind erst seit knapp einer Woche im Gespräch. Die Entscheidung ist aber relativ schnell gefallen. Es ist eine Ehre und super Aufgabe, die ich unbedingt annehmen wollte. Jetzt geht es darum sich schnell einen Überblick zu verschaffen. Damit habe ich bereits begonnen. Es ist eine hohe Dichte da, mit sehr vielen Podiums-Fahrerinnen und auch dahinter ist großes Potential vorhanden." 

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