Alpine Skiing World Cup in Chamonix

© EPA / GUILLAUME HORCAJUELO

Sport Wintersport
02/08/2020

ÖSV-Slalom-Hoffnung Pertl bei Noel-Sieg sensationell Dritter

Schon in Kitzbühel überraschte Adrian Pertl mit einem Top-Ten-Platz. In Chamonix fuhr er nun auf das Podest.

von Stefan Sigwarth

Weil die Hauptrivalen um den Gesamtweltcup beim Slalom in Chamonix ausließen, war der Weg frei für einen Lokalmatador, Clément Noël siegte auf der Piste Verte des Houches vor dem überraschenden Norweger Timon Haugan – und dem Aufsteiger der letzten Wochen aus KärntenAdrian Pertl, 23, und vor zwei Wochen in Kitzbühel noch mit Startnummer 73 sensationeller Achter, macht es sich im Weltcup schön langsam gemütlich.

Am Samstag durfte er bereits mit Nummer 37 ans Werk gehen, beim nächsten Slalom am 23. Februar im japanischen Niigata Yuzawa Naeba wird man den jungen Mann aus der Ebene Reichenau bereits in den Top 30 sehen. „Mein Selbstvertrauen stimmt momentan, ich hätte aber nie damit gerechnet, dass es so schnell nach oben geht“, sagte Pertl am Ende seines erst siebenten (!) Weltcuprennens. „Ich bin sehr, sehr zufrieden, ich bin auch überrascht – und glücklich. So leicht, wie es ausschaut, ist es nicht, dazu war der zweite Lauf recht schwierig. Aber es ist alles aufgegangen.“

Es geht bergauf

Adrian Pertl war nicht der einzige der so gebeutelten ÖSV-Techniker, der sich über ein Aha-Ergebnis freute: Michael Matt holte als Vierter das beste Resultat seit der Ski-WM in Åre, als er Silber gewonnen hatte. „Ich hab’ schon noch meine zwei, drei kleinen Fehler gehabt. Es war schwierig zum Fahren heute, mit sehr unterschiedlichen Bedingungen, zum Teil ist die Piste auch ein bissl gebrochen. Aber ich bin froh über diesen vierten Platz.“

Drei Österreicher unter den ersten Zehn

Marco Schwarz komplettierte als Achter das Österreicher-Trio in den Top Ten. „Ich habe auch im zweiten Lauf nicht ganz den Rhythmus gefunden. Aber bei dem Mannschaftsergebnis darf man nicht meckern. Und für den Adi freut’s mich brutal, er fährt zur Zeit brutal cool“, erklärte der Kärntner.

Nicht Neues konnte hingegen Manuel Feller vermelden, der abermals ausfiel. „Es ist wahrscheinlich die schwierigste Zeit meiner Karriere. Ein Technik-Grundaufbautraining wäre wieder einmal wichtig, ich fahre eigentlich nur von Renntraining zu Renntraining zu Rennen“, sagte der Tiroler. Marc Digruber sank mit schmerzverzerrtem Gesicht in den Zielraum: linkes Knie verdreht, Verdacht auf Kreuzbandriss.

1. Clement Noel (FRA)            1:41,47   Min.
 2. Timon Haugan (NOR)            1:41,68 +00,21
 3. Adrian Pertl (AUT)            1:41,78 +00,31
 4. Michael Matt (AUT)            1:42,12 +00,65
 5. Ramon Zenhäusern (SUI)        1:42,17 +00,70
 6. Alexander Choroschilow (RUS)  1:42,22 +00,75
  . Sebastian Foss-Solevaag (NOR) 1:42,22 +00,75
 8. Marco Schwarz (AUT)           1:42,49 +01,02
 9. Andre Myhrer (SWE)            1:42,60 +01,13
10. Jean-Baptiste Grange (FRA)    1:42,77 +01,30
11. Federico Liberatore (ITA)     1:42,78 +01,31
12. Jonathan Nordbotten (NOR)     1:42,99 +01,52
13. Loic Meillard (SUI)           1:43,06 +01,59
14. Fabio Gstrein (AUT)           1:43,20 +01,73
15. Reto Schmidiger (SUI)         1:43,26 +01,79
16. Anton Tremmel (GER)           1:43,49 +02,02
17. David Ryding (GBR)            1:43,51 +02,04
18. Stefan Hadalin (SLO)          1:43,63 +02,16
19. Riccardo Tonetti (ITA)        1:44,83 +03,36
20. Tommaso Sala (ITA)            1:46,05 +04,58
21. Marc Digruber (AUT)           1:46,70 +05,23

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