Sport | Wintersport
10.03.2012

Biathlon: Letzte Medaillenchance

Landertinger und Mesotitsch starten im Massenstart-Bewerb, während im Verband die Fehleranalyse längst läuft.

Zwei vierte Plätze durch Daniel Mesotitsch im Sprint und in der Verfolgung, ein fünfter Rang im Staffelrennen – für Österreichs Biathleten war bei der WM in Ruhpolding eine Medaille durchaus in Schussweite. Im Massenstart-Bewerb haben Daniel Mesotitsch und Dominik Landertinger am Schlusstag der WM die letzte Möglichkeit die Bilanz doch noch aufzupolieren (13.25 Uhr, live in ORF eins).

Dass die Österreicher nun wohl das erste Mal seit 2008 bei einem Großereignis leer ausgehen, lag einerseits am Pech, andererseits aber vor allem am Unvermögen in der Loipe. Ebendort haben die einst so flinken ÖSV-Biathleten in den letzten beiden Jahren – auch geschwächt durch Erkrankungen – extrem abgebaut. "Es fehlt läuferisch in der ganzen Truppe, da müssen wir ein Schäuferl zulegen", weiß Landertinger.

Die verbandsinterne Analyse ist längst im Gange, dabei drängen sich mehrere Fragen auf: War wirklich nur ein gemeiner Virus, den die gesamte Mannschaft 2010 aufgeschnappt hatte, schuld am Leistungseinbruch? Ist das Modell mit zwei Trainingsgruppen noch zeitgemäß? Und warum konnten die jungen Biathleten in diesem Winter die Schwäche der Routiniers nicht ausnützen und in die Bresche springen?