Biathlon: Erfolg für Deutschland, ÖSV disqualifizert

Deutschland freut sich bereits über das vierte Gold bei dieser WM. © Bild: REUTERS/LEONHARD FOEGER

Die deutsche Auswahl triumphiert vor der Ukraine und Frankreich. Für den ÖSV war es ein Rennen zum Vergessen.

Deutschland ist die dominierende Nation dieser Biathlon-WM. Nach Gold in der Mixed-Staffel und den Erfolgen von Laura Dahlmeier in der Verfolgung sowie im Einzel holt sich die deutsche Auswahl auch Gold mit der Frauen-Staffel. Dahlmeier war es auch, die den Erfolg ins Ziel brachte. Mit dem knappen Vorsprung von 6,4 Sekunden siegte Deutschland vor der Ukraine und Frankreich.

Die Schlussrunde war an Dramatik kaum zu überbieten. Die Nationen Deutschland, Ukraine, Frankreich und Tschechien verließen beinahe gleichzeitig den Schießstand. Mit einer beherzten Schlussrunde konnte die Deutsche jedoch die Verfolgerinnen auf Distanz halten.

Für den Aufreger des Bewerbs sorgte der ÖSV. Die zweite Athletin Julia Schwaiger lud beim dritten Schießen vier anstatt der erlaubten drei Patronen nach, ein klarer Grund zur Disqualifikation. Wenig später wurde die ÖSV-Staffel tatsächlich von den Offiziellen disqualifiziert. Dennoch wurde Christina Rieder ins Rennen gelassen, nach einer Überrundung durch das führende deutsche Team wurde Österreich aus dem Rennen genommen.
Startläuferin Dunja Zdouc leisete sich vier Fehler, der Rückstand hielt sich mit knapp einer Minute zu diesem Zeitpunkt noch in Grenzen.

Die vielversprechendste Medaillenchance für Österreich gibt es morgen im Staffelrennen der Herren. Daniel Mesotitsch, Dominik Landertinger, Simon Eder und Julian Eberhard wollen für das erste Edelmetall bei der Heim-WM in Hochfilzen sorgen. Bei der letzten WM verpasste der ÖSV mit Rang vier in der Staffel knapp eine Medaille.

( kurier.at ) Erstellt am 17.02.2017