Am Sonntag ist Kostelic der Gejagte

EPAepa03102135 Ivica Kostelic of Croatia clears a gate during the Alpine Skiing World Cup Mens Super Combined Slalom race in Krasnaya Polyana, some 50km from Sochi, Russia, 12 February 2012.  EPA/ALESSANDRO DELLA BELLA
Foto: EPA Kostelic liegt vor dem entscheidenden Slalom 50 Punkte vor Hirscher in der Disziplinenwertung.

Bei der Slalom-Entscheidung jagt Marcel Hirscher den in der Disziplinenwertung führenden Kroaten.

Letzter Tag beim Schladminger Weltcupfinale, letzte Entscheidung, letzte Kugel-Chance für Marcel Hirscher. Slalom wird am Sonntag gefahren (9.00/11.30 Uhr, live ORFeins, Eurosport, SF2, KURIER-Ticker) und anders als im Riesenslalom ist der Salzburger dieses Mal in der Rolle des Jägers. 50 Punkte liegt Hirscher hinter Ivica Kostelic, und das heißt für den 23-Jährigen: Er gewinnt die kleine Kugel, wenn...

...Kostelic nicht punktet (also höchstens 16. wird) und er selbst mindestens Vierter wird;

...Kostelic einen Platz zwischen 15 und 9 erreicht und er selbst Zweiter oder Erster wird;

...Kostelic einen Platz zwischen 8 und 4 erreicht und er selbst siegt.

Sollte es zum Punktegleichstand kommen, hätte Hirscher die Nase vorn: Der Salzburger hat in diesem Winter fünf Torläufe gewonnen (Alta Badia, Zagreb, Adelboden, Schladming, Bansko) – Kostelic hingegen drei (Beaver Creek, Flachau, Wengen).

Der Kroate, den ein beim Olympia-Test im russischen Rosa Chutor erlittener Meniskusschaden für drei Wochen außer Gefecht gesetzt und um alle Gesamtweltcup-Chancen gebracht hat, bereitete sich in den letzten Tagen in Innerkrems vor – und demonstrierte dort einmal mehr seine Philosophie vom Skifahren. Das Donnerstag-Programm des 32-Jährigen: FIS-Super-G (Platz 6), FIS-Superkombination (Platz 2 hinter Landsmann Natko Zrncic-Dim) – und dann noch sechs Slalomläufe als kleines Training.

Am Samstag durfte sich Ivica Kostelic nach einer weiteren Übungseinheit am Vormittag schon einmal im Schladminger Zielstadion bejubeln lassen: Er wurde als Sieger im Superkombi-Weltcup ausgezeichnet. Seine Pläne für Sonntag sehen ein Da Capo auf dem Siegespodest vor, die Herren fahren wie am Samstag die Damen auf dem flacheren Kurs am Fuß der Planai.

Nichts zu Jubeln hat hingegen Manfred Pranger. Der Schladming-Sieger von 2005 brach sich am Freitag bei einem Trainingssturz in Mutters den Längs- und Querfortsatz des zweiten Lendenwirbels – vier bis sechs Wochen Pause.

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(kurier) Erstellt am
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