Sport-Club-Trainer Rapp: „Es darf auch mal Reibereien geben“

Wiener Sport-Club-Trainer Stefan Rapp im Gespräch zum verschobenen Start in die Frühjahrssaison.
Trainer Rapp und Sektionsleiter Krapf-Günther

Von Fabio Tartarotti

Der fürs Wochenende geplante Start der Frühjahrssaison in der Regionalliga Ost fiel dem Wintereinbruch zum Opfer. Fünf der sechs angesetzten Partien wurden abgesagt. Auch der Wiener Sport-Club muss noch eine weitere Woche darauf warten aufs Feld zurückzukehren. Trainer Stefan Rapp spricht indes über ...

... das Teamgefüge 
Es gab viele Veränderungen über den Winter, wir hatten neun Abgänge und vier Zugänge. Der Kader war zuvor etwas zu breit. Mit Verpflichtungen wie Konstantin Kerschbaumer (Anm.: ehem. FC Brentford) konnten wir Qualität und Erfahrung in die Mannschaft holen. Die Vorbereitung war gut, aber die Mannschaft musste auch erst einmal zusammenfinden. Da darf es auch mal Reibereien geben, das gehört zum Prozess dazu.

... das neue Stadion 
Das Stadion sieht, vor allem für eine Spielstätte in der dritten Liga, gewaltig aus. Das muss unsere Festung werden, die wir für den Verein verteidigen werden. Die Vorfreude der Spieler auf die Eröffnung ist natürlich groß.

... Ziele für das Frühjahr 
Ich halte nichts davon zu sagen „ich muss diese oder jene Platzierung erreichen“. Das Ziel von der sportlichen Leitung und mir ist es möglichst rasch vom unteren Ende der Tabelle wegzukommen und sich im Mittelfeld zu etablieren. Wir wollen mit dem Abstieg nichts zu tun haben. Ob wir dann Achter oder Vierter werden ist egal.

Machtdemonstration

Einzig die Wiener Viktoria schaffte es trotz der Schneemassen für einen bespielbaren Platz zu sorgen und empfing am Samstag Tabellenführer Leobendorf. Die Niederösterreicher machten dort weiter, wo sie vor der Winterpause aufgehört hatten und fuhren einen überlegenen 5:0-Sieg in Wien Meidling ein. Nach Toren von Bernhard Hahn, Hakan Gökcek und Winterneuzugang Eron Terziu war die Partie bereits zur Halbzeit, beim Stand von 0:3, entschieden. 

In Minute 65 erhöhte Tobias Fischer auf 0:4 ehe Terziu seinen Doppelpack schnürte und den 5:0-Endstand fixierte. Leobendorf, der Dominator der Herbstsaison, steuert damit weiter auf den Meistertitel zu und sitzt mittlerweile mit 13 Punkten Abstand auf Verfolger Gloggnitz an der Tabellenspitze. Toni Polsters Wiener Viktoria befindet sich mit 20 Punkten auf Rang elf und im stark umkämpften Mittelfeld der Tabelle. Kommendes Wochenende soll es dann, sofern es das Wetter erlaubt, mit dem normalen Spielbetrieb wieder weitergehen. 

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