US-Tour startet früher, Wiesberger und Kollegen sind empört

The 148th Open Championship
Die European Tour beginnt erst im Juli, die US-Golfer haben somit Vorteile in der Weltrangliste.

Golfprofis der European Tour sind verwundert darüber, dass mit dem Neustart der PGA-Tour kommende Woche in Texas auch die wegen Corona seit Mitte März eingefrorene Weltrangliste wieder aktiv wird. Sie befürchten dadurch Nachteile. Zu den Kritikern gehört auch Österreichs Nummer eins, Bernd Wiesberger. "Einverstanden! Entweder spielen alle Touren um Punkte oder keine!", twitterte der Burgenländer.

Wiesberger bezog sich dabei auf Mike Lorenzo-Vera, der seinem Ärger schon davor Luft gemacht hatte. "Was für eine unfaire Entscheidung", schrieb der Franzose und bekam Unterstützung von Matt Fitzpatrick. "Sehr unfair und unverständlich", so der Engländer. Während die PGA-Tour nächste Woche mit der Charles Schwab Challenge in Fort Worth loslegt, wird es bis zum Neustart der European Tour noch bis 22. Juli (British Masters) dauern.

Mögliche Maßnahmen 

Ein Vorschlag der Europäer lautet, entweder die aktuellen Durchschnittspunkte aller European-Tour-Mitglieder bis zum Neustart einzufrieren oder bei den Europa-Turnieren die Weltranglisten-Gesamtpunkte zu erhöhen. Man sei sich des Problems einer weltweit gestaffelten Wiederaufnahme des Spiels bewusst, schrieb die European Tour. Die Organisationen seien aber deshalb bereit, wo immer dies möglich ist, die Rangliste bis zur Woche 11 als Teil der Qualifikationskriterien für ihre Turniere aufzunehmen.

Hinsichtlich Ryder Cup hat man offenbar schon eine Lösung gefunden. Tour-Chef Keith Pelley und Kapitän Padraig Harrington haben ausgemacht, in den nächsten zwei Monaten die in Übersee erspielte Punkte nicht in die offizielle Punkteliste einzurechnen. Wiesberger liegt im Ryder-Cup-Europa-Ranking aussichtsreich auf Platz 7 und im Weltranking auf Rang 9. Matthias Schwab ist 10. bzw. 12.

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