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Sport
09/08/2020

TdF-Renndirektor hat Corona: Frankreichs Premier lässt sich testen

Die mehr als 600 Tests unter den 22 Teams ergaben vier positive Ergebnisse, diese stammen von Mitarbeitern aus vier Teams.

Tour-de-France-Renndirektor Christian Prudhomme ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilten die Organisatoren der Frankreich-Radrundfahrt am Dienstag nach den Testreihen im Zuge des Ruhetages mit. Die mehr als 600 Tests unter den 22 Teams ergaben vier positive Ergebnisse, diese stammen von Mitarbeitern aus vier verschiedenen Teams, Fahrer sind nicht betroffen.

"Ich werde die Tour für acht Tage verlassen. Ich werde mich wie jeder französische Angestellte in so einem Fall verhalten", sagte Christian Prudhomme der Nachrichtenagentur AFP. Der Tourchef betonte, dass er keinen Kontakt zu den Fahrern gehabt und auch nicht der sogenannten Blase angehört habe. Aufgrund seiner Funktion hatte er aber viele Gäste und Verantwortliche getroffen.

Macron lässt sich testen

Pikanterweise hatte erst am Samstag der französische Premierminister Jean Castex auf der Pyrenäen-Etappe im Auto von Christian Prudhomme Platz genommen. Er werde sich umgehend testen lassen, kündigte der Premierminister nun an. Für Castex gibt es Kabinettssitzungen vorerst nur noch per Videokonferenz, wie Staatschef Emmanuel Macron klarstellte.

Zuvor hatte es kurzfristig Aufregung beim belgischen Radrennstall Deceuninck-Quick Step um eine verdächtige Probe eines Mitarbeiters gegeben. Dieser wurde am Dienstagmorgen mit dem Krankenwagen abgeholt. Der Nachtest erwies sich allerdings als negativ. "Wir werden das Rennen ganz normal fortsetzen", teilte die Mannschaft um Julian Alaphilippe mit.

Strikte Regeln

Rund um den ersten Ruhetag wurden bei allen 22 Mannschaften insgesamt über 600 Kontrollen auf das Virus durchgeführt. Laut Reglement führen schon zwei Positivfälle in einem Team innerhalb von sieben Tagen zum Ausschluss des ganzen Rennstalls. Zu einem Team gehören dabei nicht nur die acht Fahrer, sondern auch das direkte Umfeld wie Betreuer, Physiotherapeuten oder Sportdirektoren.

Die Teams absolvierten die Rundfahrt bisher in einer sogenannten Blase. Es galten strikte Regeln wie das Tragen von Masken beim Einschreiben, im Bus, im Hotel und bei der Siegerehrung. Dazu wurden die Athleten jeden Tag medizinisch überwacht und auf Symptome untersucht. Nur im Rennen gab es keine Einschränkungen.

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