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Sport Tennis
07/07/2020

Teures Vergnügen: 129 Euro für einen Nachmittag mit Dominic Thiem

Der Tennis-Star bittet ab Dienstag zu seinem Showturnier THIEMs7: 500 Zuschauer sind zugelassen, der Sieger erhält 100.000 Euro.

Der erste Weg führte Andrej Rublew am Montag zum Medizincheck. Kaum waren der Russe und seine sechsköpfige Entourage in Kitzbühel angekommen, da wurden sie auch schon zum Covid-19-Test gebeten. Nachdem sämtliche Ergebnisse negativ ausgefallen waren, stand 24 Stunden vor Turnierbeginn dann endlich fest, welche acht Spieler von Dienstag bis Samstag bei THIEMs7 mitwirken können.

In den vergangenen Wochen war das Teilnehmerfeld immer wieder durcheinandergewirbelt worden, nachdem mit Grigor Dimitrow und Borna Coric zwei Spieler der ursprünglichen Besetzung an Covid-19 erkrankt waren. Beide hatten sich im Rahmen der mittlerweile viel kritisierten Adria-Tour infiziert, an der auch der Russe Rublew und Dominic Thiem teilgenommen hatten.

Damit sich das in Kitzbühel jetzt nicht wiederholt, wurde für das Einladungsturnier von Dominic Thiem ein strikter Maßnahmenkatalog aufgelegt. Nur 500 Zuschauer sind pro Session zugelassen, die Besucher müssen im riesigen Centre Court mit großem Sicherheitsabstand Platz nehmen, nach jeder Session wird das Stadion desinfiziert.

Hohes Preisgeld

Es ist ein großer Aufwand für ein Showevent nahezu unter Ausschluss der Öffentlichkeit, das allerdings besser dotiert ist, als viele Turniere auf der ATP-Tour. 300.000 Euro werden bei THIEMs7 ausgeschüttet, der Sieg ist mit 100.000 Euro dotiert. Zum Vergleich: für seinen Vorjahrserfolg bei den Generali Open in Kitzbühel hatte Dominic Thiem weniger bekommen (90.390).

„Es ist fantastisch, wieder hier zu sein“, sagt der 26-jährige Niederösterreicher. „Ich freue mich sehr darauf, die anderen Spieler wiederzusehen. Die meisten von ihnen habe ich immerhin seit März nicht mehr getroffen.“

Hohe Preise

So groß die Sehnsucht der Nummer 3 der Welt nach seinen Tennis-Kollegen und Turnieren sein mag, so zurückhaltend sind seine Anhänger. Bei Thiems vergangenen Auftritten in Kitzbühel hätten die Turnier-Veranstalter gut und gerne doppelt so viele Tickets auflegen können, nun ist das Interesse aber überschaubar.

Obwohl pro Session nur 500 Zuschauer auf den Centre Court dürfen, sind die Tickets noch längst nicht vergriffen. Das mag in erster Linie an Corona liegen, ganz sicher hängt es auch mit den saftigen Ticketpreisen zusammen: Wer sich am Dienstag die Tag-Session mit der Auftaktpartie von Dominic Thiem gegen den Norweger Casper Ruud geben will, muss wohlfeile 129 Euro bezahlen.

Der große Favorit bekommt es bei seinem Turnier in Gruppe A noch mit Rublew und dem Deutschen Jan-Lennard Struff zu tun. In der zweiten Gruppe fordert Staatsmeister Dennis Novak den Italiener Matteo Berrettini, Roberto Bautista Agut (ESP) und Karen Chatschanow (RUS) heraus. Das Finale findet am Samstag statt.

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