Geschafft! Österreichs Tennis-Asse drehen die Partie in Japan
Matchwinner: Rodionov und Neumayer waren die Helden.
Zusammenfassung
- Österreich lag nach dem Doppel 1:2 in Tokio gegen Japan zurück
- Lukas Neumayer gewinnt seine Partie klar
- Jurij Rodionov verliert im entscheidenden Match den ersten Satz, gewinnt aber die letzten beiden Sätze gegen einen angeschlagenen Routinier Nishioka 6:1, 6:0.
Dramatischer geht es nicht. Wie im September in Ungarn musste das KURIER Austria Davis Cup Team über die volle Distanz gehen - und wieder gewann Jurij Rodionov das alles entscheidende Einzel.
Nachdem Alexander Erler und Lucas Miedler in Tokio gegen die Außenseiter Takeru Yuzuki/Yosuke Watanuki nach 2:45 Stunden 6:7(4),7:6(7),4:6 verloren hatten, siegte Lukas Neumayer, der anstelle von Sebastian Ofner spielte, gegen die japanische Nummer eins, Shintaro Mochizuki, klar 6:3,6:3. Und Jurij Rodionov zeigte einmal mehr, dass Verlass auf ihn ist, schlug Yoshihito Nishioka mit 5:7, 6:1, 6:0.
Österreich spielt damit in der 2. Qualifikationsrunde der Weltgruppe zuhause gegen Bulgarien oder Belgien. "Wir spielen im September zuhause um einen Start in Bologna. Was will man mehr?", fragt Erfolgskapitän Jürgen Melzer. Aber eines weiß er: "So ein Tag kostet Nerven." ÖTV-Präsident Martin Ohneberg sieht das Ganze: „Wir waren in einer Weltsportart im Vorjahr unter den besten acht Ländern und haben nun wieder die Chance, dorthin zu kommen.“
Begonnen hat der Samstag in Tokio weniger gut: Schon im zweiten Satz, der 64 Minuten dauerte, wehrten Erler/Miedler drei Matchbälle ab und retteten sich in den dritten Set. Dort waren die Hausherren bei den Big Points besser.
„Wir waren in einer Weltsportart im Vorjahr unter den besten acht Ländern und haben nun wieder die Chance, dorthin zu kommen.“
ÖTV-Präsident Martin Ohneberg
Neumayer war gegen Mochizuki von Beginn an der Chef auf dem Platz. Nach einem Break zum 3:2 und einem weiteren zum 6:3 war Satz eins nach 35 Minuten Geschichte. Im zweiten Durchgang zog der 23-Jährige auf 4:1 davon, musste bei 2:4 den einzigen Breakball gegen sich abwehren und stellte auf 5:2. Der Japaner konnte danach den ersten Matchball noch kontern, ehe Neumayer dann nach 73 Minuten mit einem Ass den zweiten nutzte. "Ich bin extrem stolz auf die Leistung“, sagte der Salzburger.
Dann musste es Jurij Rodionov richten. Der Niederösterreicher, der in Ungarn im September im entscheidenden fünften Match groß aufspielte, traf dabei auf den kurzfristig nominierten Routinier Yoshihito Nishioka, der nach einer Verletzung erst am Mittwoch zum Team gestoßen ist. Der 30-Jährige, der schon die Nummer 24 der Welt war, spielte im ersten Satz seine Routine aus, danach zwickten alle Körperteile. Rodionov hingegen wurde immer stärker und siegte 5:7, 6:1 und 6:0. "Es ist immer etwas Besonderes, im Team zu gewinnen."
"Bin topfit"
Zu den körperlichen Problemen des Gegners. "Ich habe gesehen, dass er am Ende kaum noch gehen konnte. Aber wichtig ist, dass ich sehr viel an mir gearbeitet habe und topfit bin."
Freitag:
Yosuke Watanuki - Sebastian Ofner 6:3,6:4
Shintaro Mochizuki - Jurij Rodionov 4:6,5:7
Samstag:
Watanuki/Takeru Yuzuki - Alexander Erler/Lucas Miedler 7:6(4),6:7(8),6:4
Mochizuki - Lukas Neumayer 3:6,3:6
Nishioka - Rodionov 7:5, 1:6, 0:6
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