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Sport Tennis

Kritik von Jürgen Melzer: "Tennis in der Halle wäre möglich"

Im Sport-Talk spricht der Ex-Profi gemeinsam mit ÖTV-Geschäftsführer Thomas Schweda über die Gegenwart und seinen neuen Job beim Verband.

von Harald Ottawa

12/14/2020, 12:00 PM

Im Februar tritt Österreichs Weltklassespieler Jürgen Melzer seinen Job als Sportlicher Leiter beim Österreichischen Tennisverband (ÖTV) an. Gemeinsam mit Geschäftsführer Thomas Schweda, seinem wirtschaftlichen Pendant, schaute der 39-Jährige zum Sport-Talk bei schauTV (Montag, 18.30, dann alle zwei Stunden) vorbei.

„Ich kann es gar nicht erwarten, dass ich mit meiner neuen Aufgabe loslegen kann“, sagt Melzer, der wahrscheinlich, wie zunächst angekündigt, die Australian Open auslassen will. „Sie werden wohl erst im Februar gespielt, und der ATP-Cup, wo ich noch mal im Team spielen wollte, wird wohl gar nicht stattfinden.“ In Paris, Wimbledon und eventuell bei den US Open könnte man ihn sehen. „Das sind nur mehr Zuckerl, meine Karriere ist vorbei.“

Leidtragende

Kritik übt er an der Bundesregierung. „Ich glaube, Tennis in der Halle wäre mit einem guten Präventionskonzept möglich. Gerade in Zeiten wie diesen sollte man Sportarten, die möglich sind, auch ausüben können. Vor allem für Kinder und Jugendliche wäre dies wichtig.“ Die Corona-Krise erwischte den ÖTV nicht so hart. „Aber jene, die vom Tennis leben wie Trainer und Hallenbesitzer, leiden darunter. Wir setzen alles daran, dass es nun bald wieder losgeht“, sagt Schweda.

Die Ziele des ÖTV? „Je mehr gute Qualität wir an Spielern in die Südstadt holen, desto besser“, sagt Melzer. Auch mit Barbara Haas gibt es Gespräche, Österreichs Nummer eins bei den Damen hat sich kürzlich von Langzeit-Trainer Jürgen Waber getrennt.  Melzer wird selbst auf dem Platz stehen. „Ich weiß, was es bedeutet, Profi zu sein. Das kann ich nicht im Büro weitergeben.“

Projekte

Auch sonst hat der ÖTV einiges vor. "Wir  wollen Challenger-Turniere ins Leben rufen entwickeln, um dort eine Plattform für unsere Sponosren zu bieten  und vor allem für die jungen Österreicher", sagt Schweda. Die Bundesförderung wurde bereits zugesagt. "Dazu wollen wir den Verband noch besser postionieren. Mit Extraprojekten sollen zusätzliche Fördertöpfe angebohrt werden", erklärt der Wiener.

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