USA TENNIS US OPEN 2020

© EPA / JASON SZENES

Kolumne
09/13/2020

Ein "Ja!" zu Dominic Thiem

"Anstoß": Nein, es gibt keinen Grund, die Leistung von Dominic Thiem auf irgendeine Weise zu schmälern.

von Harald Ottawa

Immer wieder fällt dieser Tage das Wort „Naja“ im Zusammenhang mit Thiem.

Naja, das Turnier ist ja nicht dasselbe. Geisterspiele bei den US Open? Fans machen ein Turnier aus.

Naja, einen der großen Drei musste er ja nicht bekämpfen. Zwei nahmen nicht teil, ein anderer nahm sich während des Turniers selbst aus dem Spiel.

Nein, es gibt keinen Grund, die Leistung von Dominic Thiem auf irgendeine Weise zu schmälern. Er selbst kam mit dem Leben in einer Blase am besten zurecht, dafür gebührt ihm alleine schon eine Reifezeugnis.

Was aber noch wichtiger ist: Für einen Grand-Slam-Titel muss man zwei Wochen auf höchstem Niveau spielen, sieben Spiele gewinnen. Der Satz „Was, wäre, wenn...?“ ist völlig unzulässig. Was zählt, ist die Realität, nicht der Konjunktiv.

Und die Realität sieht so aus, dass Thiem mit hoher Wahrscheinlichkeit Sonntagnacht seinen ersten Grand-Slam-Pokal in die Höhe stemmen darf. Als zweiter Österreicher nach Thomas Muster. Übrigens: Bei seinem Paris-Titel 1995 musste der damals als Nummer fünf gesetzte Steirer keinen einzigen Spieler schlagen, der vor ihm im Ranking lag. Heute fragt keiner mehr danach.

Zudem hat Thiem Nadal, Djokovic und Federer nicht nur einmal besiegt.

Vergesst das „Naja“!

„Ja“ zu Dominic Thiem.

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