Schwärzler-Trainer: „Er lässt sich auch von außen gut coachen“
Starke Saison: Joel Schwärzler
„Die gute Arbeit spiegelt sich jetzt auch in den Ergebnissen wieder“.
Coach Markus Hipfl spricht in den höchsten Tönen von seinem Schützling Joel Schwärzler. Und das durchaus mit Recht. In Kigali, Ruanda holte sich der 20-Jährige im März seinen zweiten Titel auf der Challenger-Tour. Nicht nur der Sieg ist bemerkenswert, der Weg dorthin noch viel mehr. Neun von zehn gewonnenen Sets entschied der Vorarlberger im Tie-Break für sich. Zahlreiche Matchballe wehrte er ab, allein in einem Match zehn. Nervenstärke zeigte er dann auch im Finale gegen den Qualifikanten Stefano Napolitano (ITA). Beim Stand von 7:6 und 2:3 spielte das Wetter nicht mehr mit. Am nächsten Tag ging es abermals ins Tiebreak – einen Matchball wehrte Schwärzler ab und krönte sich dann mit 7:6, 7:6 (6) zum Kigali-Champion.
„Er hat super gekämpft, hat das Selbstvertrauen von Lugano mitgenommen und sich in den wichtigen Momenten auch von außen gut coachen lassen“, beschreibt Coach Markus Hipfl die Entwicklung. Schon beim angesprochenen Challenger im Schweizer Lugano kämpfte sich Schwärzler ins Finale und bewies, dass seine Formkurve steil nach oben geht.
Umschwung. Das war vor einem Jahr noch anders. Nach seiner Station in Barcelona bei Coach Juan Ozón-Llácer passten die Ergebnisse einfach nicht. Im Ranking fiel Schwärzler zurück. Im Mai 2025 zog der inzwischen 20-Jährige Vorarlberger wieder nach Österreich – nach Kitzbühel und trainierte dort mit Markus Hipfl, der seit Jahren den Schweizer Jerome Kym unter seinen Fittichen hat.
„Wir haben einiges verändert im technischen Bereich und sind auch noch dabei. Das macht er echt gut.“ Darunter die Aufschlag-Bewegung, aber auch bei der Vorhand hat Markus Hipfl gedoktert. Offenbar erfolgreich. Das hat sich vor einem Jahr noch ganz anders angehört. „Ich habe im Spielerischen einiges anders gesehen als er“. Er – damit meint Joel Schwärzler seinen Ex-Trainer Juan Ozón-Llácer, erzählte er in einem Kurier-Interview.
Inzwischen scheint Joel Schwärzler mit seinem neuen Trainer Veränderungen anzunehmen. Auch Mentaltraining ist inzwischen Part of The Game. „Ziel ist es weiter so zu arbeiten, weiter Fortschritte technisch, physisch und psychisch zu machen, dann werden auch die Ergebnisse weiterhin kommen“.
Joel Schwärzlers Ziele für die nächsten Monate: Top 150 im Jahr 2026 – und dann die Top 100 angreifen im Jahr 2027. Läuft es so weiter, ist alles keine Illusion. Immerhin war er schon die Nummer 1 bei den Junioren.
Von Alexandra Nindl
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