USA TENNIS US OPEN 2020

Serena Williams Tochter Olympia

© EPA / JASON SZENES

Sport Tennis
09/09/2020

Game, Set, Mama: Serena Williams gewinnt das Duell der Tennis-Mütter

Das Frauen-Tennis hat sich an den gesellschaftlichen Wandel angepasst. Statt Kind oder Sport heißt es Kind und Sport.

Es ist noch gar nicht so lange her, dass eine Schwangerschaft für die meisten Tennisspielerinnen das Karriereende bedeutet hat. Doch wie sehr sich die Zeiten inzwischen gewandelt haben, das zeigt der Frauen-Bewerb der US Open: Nicht weniger als neun Mütter sind in den Hauptbewerb in New York eingestiegen, und zumindest eine ist fix im Semifinale: Lokalmatadorin Serena Williams  besiegte die bulgarische Überraschungsspielerin Zwetana Pironkowa im Viertelfinale 4:6, 6:3 und 6:2.

Den Hauptgrund für das neue Game, Set, Mama lieferte die Women’s Tennis Association: Das Reglement wurde an die gesellschaftlichen Änderungen angeglichen. Kehrt eine Spielerin aus der Babypause zurück, wird sie in der Weltrangliste dort geführt, wo sie vor der Karriereunterbrechung gestanden ist. Zwölf Turniere (darunter zwei Grand-Slam-Bewerbe) dürfen mit der alten Platzierung absolviert werden.

Die Folge: Die Frauen müssen nicht mehr bei kleinen Turnieren durch die Qualifikation, was viele vom Comeback abgehalten hatte. Dazu kommt, dass bei vielen größeren Bewerben eine Kinderbetreuung durch den Veranstalter inzwischen ein ganz normaler Bestandteil des Angebots ist.

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Lohnende Erfahrung

Zwetana Pironkowa hatte drei Jahre pausiert, um sich ganz ihrem Sohn Alexander zu widmen. „Ich wollte mir die Zeit nehmen, um diese Erfahrung voll auszukosten“, sagte sie vor dem Kräftemessen mit Williams. Aber irgendetwas fehlte dann eben doch. „Manchmal braucht man eine Herausforderung, um wieder frisch zu werden und sich weiterzuentwickeln. Und ich kann jetzt schon sagen: Es hat sich gelohnt.“

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Durchaus: Die US Open sind das erste Turnier, an dem sie wieder teilnimmt, und das mit Erfolg. So verabschiedete sie Garbiñe Muguruza (ESP/Nummer 10 der Setzliste), Donna Vekic (CRO/18) und zuletzt die ungesetzte Französin Alizé Cornet, nun wartet also jene Amerikanerin, die für so viele Kolleginnen das große Vorbild ist.

„Gegen so einen Champion, so eine Legende unseres Sports zu spielen, ist eine riesige Ehre“, sagte die Bulgarin. Druck machte sie sich vor der Partie gegen die 23-fache Siegerin von Grand-Slam-Turnieren keinen, das hat sich seit der Geburt ihres Sohnes komplett geändert. „Ich denke, jeder Part des Mutterseins hilft dir, du wirst einfach eine andere Person. Aber vor allem macht man sich auf dem Platz nicht mehr so einen Druck.“ Den macht sich eher Serena Williams, will sie doch endlich die Rekordmarke der Australierin Margaret Court (24 Titel) erreichen.

Kleine, große Freude

Und dann gibt es eben auch Begegnungen wie jene von Viktoria Asarenka mit Olympia Williams: Die Belarussin hatte einen Aufkleber aus der Zeichentrickserie „Paw Patrol“ dabei und sorgte damit für Begeisterung bei Serena Williams’ Tochter. „Diese kleinen Momente sind wirklich kostbar und vereinen uns“, sagte Asarenka, die mit ihrem Leo die Mütter-Riege in New York bereichert.

Wobei es ja nicht nur darum gehen soll, dass da jetzt Mütter sporteln. „In erster Linie sind wir ja auch gute Tennisspielerinnen“, sagt Asarenka, die frühere Nummer 1 der Welt. Und doch: „Für mich sind sie alles Heldinnen."

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