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Sport
10/27/2019

Thiem nach Wien-Titel im Glück: "Völlig surreal"

Der Gewinner des Erste Bank Open spricht über seinen 16. ATP-Titel und das Überschreiten der 20-Mio.-Dollar-Preisgeld-Grenze.

Der frisch gebackene Wien-Sieger Dominic Thiem hat sich am Sonntag nach seinem fünften Saison-Titel, dem dritten auf Hartplatz, und dem Österreich-Double den Fragen der Journalisten gestellt. Thiem zeigte sich überglücklich nach seinem Titel beim Erste Bank Open in Wien, seinem insgesamt 16. ATP-Titel, aber unbeeindruckt vom Überschreiten der 20-Millionen-Dollar-Preisgeld-Grenze.

Sie sind am 3. August in Kitzbühel mit der Goldenen Gams da gesessen, jetzt steht der Siegespokal von Wien neben Ihnen. Wie fühlt sich das für Sie an?

Dominic Thiem: Völlig surreal. Kitzbühel war schon einmal ein Wahnsinn und ich hätte es echt nie geglaubt, dass ich in einem Jahr Kitzbühel und Wien gewinne. Das ist ein absoluter Traum und vor allem auch wie die Woche verlaufen ist: Drei Mal nach Satzrückstand zurückgekommen, die Partien gewonnen, da muss man ganz ehrlich sein, dass das Publikum einen Riesenanteil daran hat. Das hat es noch nicht oft gegeben, dass ich in einem Turnier in einer Woche dreimal einen Satzrückstand aufgeholt habe.

Haben Sie zu irgendeinem Zeitpunkt in der Partie daran gezweifelt, dass sich das heute ausgeht?

Ich habe in sehr vielen Momenten daran gezweifelt. Es hat schlecht begonnen mit dem Break und natürlich gegen ihn weiß man, dass man ein bisserl mehr Chancen bekommen wird als gegen Berrettini zum Beispiel. Ich finde, dass er heute auch ganz gut serviert hat. Mir taugt sein Spiel nicht. Wenn ich antreibe, tut es ihm nicht wirklich weh, der hohe Spin, greift da nicht so in der Halle. Es war sehr wichtig, dass ich die ganze Zeit dran geblieben bin im zweiten Satz. Mit dem Break zum 5:4 habe ich dann die Kehrtwende eingeleitet.

Brauchen Sie manchmal Rückstände? Man könnte es sich ja leichter machen.

Ich brauche es gar nicht (lacht). Natürlich macht es das Ganze noch ein bisserl besonderer, aber ich brauch es nicht. Die Woche war schon sehr anstrengend, auf und abseits dem Platz. Das habe ich am Anfang gemerkt, dass ich ein bisserl träge war und langsam aus den Startlöchern gekommen bin.

Jetzt hat der angebliche Sandplatz-Spezialist heuer fünf Titel gewonnen, drei davon auf Hardcourt. Überrascht Sie das selbst?

Naja, ich glaube, dass mir der Name immer gegeben worden ist. Ich spiele am liebsten auf Sand, aber mein erster großer Titel in Acapulco ist auf Hartplatz gekommen, dann einer der nächsten auf Rasen, dann Indian Wells, Peking, jetzt. Die größten Titel waren alle auf Hardcourt eigentlich, von dem her, wenn ich gut spiele, dann ist vielleicht mein Spiel sogar ein bisserl besser für Hardcourt. Vor allem, wenn ich schaffe, noch mehr ans Netz zu gehen und mein Angriffs- und Volley-Spiel verbessere, denk' ich, dass der Hardcourt noch besser zu mir passen könnte als Sand.

Beeindruckt Sie diese Zahl: Sie haben heute die 20 Millionen-Dollar-Preisgeld-Grenze brutto überboten?

Ja, an das habe ich draußen jeden Punkt gedacht (Gelächter). Nein, das nehme ich auch mit, ja.

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