Noch weniger Geld für den Sport? Sparpaket sorgt für großen Ärger

Die Gelder für den Sport sollen im Sparpaket der Bundesregierung gewaltig gekürzt werden. Das würde einen Schaden auf vielen Ebenen nach sich ziehen.
Kämpft um mehr Geld: Hans Niessl, Präsident von Sport Austria

Schon in der Vorwoche hatte Hans Niessl, Präsident der Bundessport-Organisation Sport Austria, am Rande des Frauen-Tennisturniers in Linz auf die wichtige präventive Rolle des Sports vor allem im Gesundheitsbereich hingewiesen. Der KURIER war bereits über zusätzliche kolportierte Kürzungen für den Sport informiert.

Nun macht Niessl mobil. Denn das aktuelle Sparpaket umfasst rund 30 Millionen Euro weniger für den Sport, was einem Rückgang der staatlichen Fördermittel von rund 13 Prozent entspricht. Besonders betroffen sind Spitzen-, Breiten- und Vereinssport gleichermaßen. Kolportierte zusätzliche Kürzungen in der Größenordnung von 20 bis 40 Millionen Euro würden die Situation weiter verschärfen und sorgen naturgemäß für große Unruhe im organisierten Sport.  Niessl betont: „Das würde unserem Sport den Boden unter den Füßen wegziehen!“

Hebel in der Prävention

Sport ist zugleich einer der wirksamsten Hebel in der Prävention. „Wer hier weiter spart, riskiert langfristig steigende Belastungen im Gesundheitssystem. Investitionen in den Sport sind daher Investitionen in die Zukunft – gesundheitlich, sozial und wirtschaftlich“, sagt Niessl. 

Gab eine klare Zusage

Vor dem Hintergrund der aktuellen Budgetverhandlungen erinnert Sport Austria zudem an die klare Zusage der Sportpolitik, wonach die aktuellen Sparmaßnahmen zeitlich befristet sein sollen. „An dieser Zusage wird sich die Politik messen lassen müssen. Jetzt ist es Zeit, die Trendumkehr einzuleiten“,, so Niessl.

Ein weiteres Sparpaket zulasten des Sports würde die gewachsenen Strukturen nachhaltig gefährden. Niessl: „Der organisierte Sport würde dagegen entschieden auftreten – getragen von der Stärke von über einer halben Million Ehrenamtlicher in rund 15.000 Vereinen und der Unterstützung von rund 2 Millionen Mitgliedern.“

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