Sport
10.03.2012

Snowboarder Prommegger vor 1. Weltcup-Triumph

Mit dem Sieg beim Parallel-Riesenslalom in La Molina ist Andreas Prommegger seinem ersten Triumph in der Parallel-Wertung ganz nahe gekommen.

Der Salzburger verwies im vorletzten Saisonbewerb den Schweizer Simon Schoch sowie seine Landsleute Benjamin Karl und Lukas Mathies auf die Plätze und hat nun 620 Zähler Vorsprung auf Roland Fischnaller. Der Südtiroler scheiterte bereits im Achtelfinale.

Schützenhilfe bekam Prommegger von seinem ÖSV-Teamkollegen Andreas Lausegger, der im Achtelfinale den bisherigen Spitzenreiter Fischnaller aus dem Bewerb warf. Sollte Letzterer sein Heimrennen am kommenden Samstag in Valmalenco gewinnen, benötigt Prommegger zumindest einen sechsten Platz zur Eroberung der Kristallkugel. Punktet der Österreicher in Valmalenco nicht, muss Fischnaller mindestens Zweiter werden, um den Titel noch abzuräumen.

"Ich wollte heute unbedingt ein Topergebnis einfahren, und das ist mir auch gelungen", sagte Prommegger nach seinem dritten Saisonsieg nach Jauerling und Stoneham. "Ich habe mich super gefühlt und mein Ding bis zum Schluss durchgezogen. Ich fahre jetzt mit einem schönen Polster zum Finale", meinte der 31-jährige Pongauer, der im Vorjahr in Valmalenco Zweiter geworden war.

Die ÖSV-Läufer gaben überhaupt eine wahre Machtdemonstration. Mit Prommegger, Karl, Mathies, Lausegger (6.), Siegfried Grabner (7.), Ingemar Walder (8.) und Manuel Veith (9.) landeten sieben Österreicher unter den Top 9. Titelverteidiger Karl hat bei 1.070 Zählern Rückstand auf Prommegger zwar keine Chance mehr auf die Kristallkugel, war mit seinem Abschneiden in Spanien aber dennoch zufrieden: "Ich war jetzt fünf Rennen nicht am Podium, da fühlt sich dieser dritte Platz wie ein Sieg an. Der Spaß und die Liebe zum Snowboarden sind wieder zurück."

Bei den Damen ist die Schweizerin Patrizia Kummer dank ihres Sieges vor Amelie Kober (GER) und Julie Zogg (SUI) mit 860 Punkten Vorsprung auf Kober fast nicht mehr von der Spitze zu verdrängen. Julia Dujmovits verspielte hingegen mit einem Sturz im Achtelfinale ihre letzte, kleine Chance. "Es war kein technischer Fehler, sondern einfach Pech", resümierte die neuntplatzierte Burgenländerin, die im Parallel-Weltcup mit 1.240 Zählern Rückstand auf Rang vier noch hinter Marion Kreiner (1.880 zurück) abrutschte. Kreiner ("Damit ist das Thema Weltcupsieg für heuer abgehakt") war am Samstag als Fünfte vor Claudia Riegler (6.) die beste Österreicherin.