Nix war’s: Nach einer Streckenbesichtigung gab der Skizirkus w.o. Sonnenschein bekamen die Fans im Zielraum nur bei einer Werbeinschaltung auf der Videowall zu sehen. Das Rennen musste verschoben werden.

© APA/HANS KLAUS TECHT

Ski-WM
02/04/2015

Schnee und Wind führen zu erster Absage bei WM

Der Herren-Super-G musste auf Donnerstag verlegt werden.

von Christina Pertl, Stefan Sigwarth

Voller Vorfreude war der 21-köpfige Fanclub von Matthias Mayer um kurz nach neun Uhr Ortszeit in den Bus vom Ort Beaver Creek hinauf zum Red Tail Stadium gestiegen. Ihr Idol, Freund, Verwandter stand da schon auf der Piste Birds of Prey, um den Kurs für die erste WM-Entscheidung bei den Herren zu besichtigen. Böiger Wind peitschte dem Abfahrts-Olympiasieger und den anderen 65 Startern Schnee und Graupel um die Helme, und es war schon da abzusehen, was um fünf vor zehn über den Streckenfunk tönte:

"Race is cancelled."

Matthias Mayer hatte in der Zwischenzeit noch seinen Anhang im Zielstadion begrüßt, um wenig später unverrichteter Dinge wieder von dannen zu ziehen.

Der Winter von Colorado, der an diesem Tag wirklich eine Art Winter war, hatte erstmals seine Zähne gezeigt. Immerhin blieb den Herren ein vom Wetter beeinflusstes Rennen wie bei den Damen am Dienstag erspart; freilich waren die Bedingungen am Mittwoch wirklich um einiges schlechter.

Gut zehn Zentimeter Neuschnee waren bis zum geplanten Start im Ziel gefallen, weiter oben war es deutlich mehr. Da waren auch die 600 Freiwilligen machtlos, die als Rutscher und Streckenarbeiter eingeteilt waren – es wäre nicht einmal ansatzweise ein regulärer Bewerb geworden. Und das, obschon das zweite Abfahrtstraining der Damen bereits am Dienstagnachmittag abgesagt worden war, um alle Kräfte bündeln zu können.

Im Lauf des Tages schneite es immer weiter, und es wurde eine kurze Nacht für die Helfer – am Donnerstag soll zur geplanten Startzeit (19 Uhr MEZ) ein neuer Anlauf für den Super-G genommen werden. Zudem steht auch ein weiteres Abfahrtstraining für die Damen an; Nicole Hosp und Nicole Schmidhofer raufen um den vierten Platz, Anna Fenninger, Elisabeth Görgl und Cornelia Hütter sind gesetzt.

Immerhin: Es soll sonnig werden. Und bis zu neun Grad warm. Neun Grad plus.

(aus Beaver Creek)

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