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Sport
08/03/2012

Segeln: Viel Wind und eine große Hoffnung

Matthias Schmid und Florian Reichstädter sollen die Bilanz der Segler retten. Sie sind auf einem guten Kurs.

von Jürgen Preusser

Noch liegen Matthias Schmid, 31, und Florian Reichstädter, 32, auf Platz 3 im 470er-Segeln.

Nach ihrem Traumstart (Erste und Vierte) kamen sie am zweiten Tag über die Plätze 7 und 19 nicht hinaus, liegen nur noch knapp vor einem Pulk an starken Verfolgern, während die britische und die australische Crew um die beiden Spitzenplätze rittern.

Insgesamt sind zehn Wettfahrten angesetzt, die schlechteste Platzierung wird gestrichen. Die einzelnen Plätze werden addiert, die acht Teams mit der niedrigsten Platzziffer kommen ins finale Medal Race (470er am 9. August). Dort gibt es doppelte Punkte, die nicht gestrichen werden dürfen.

"Die Bedingungen sind uns sehr recht", sagt Skipper Schmid. Es dominiert Starkwind, der den übrigen Österreichern nicht so passte, allerdings Aussetzer aufweist, mit denen das Wiener Duo sehr gut umzugehen vermag. Die positive Aussicht: Das Wetter soll sich bis Montag so ähnlich bleiben.

Arbeitsbiene

Der Arbeiter Schmid gilt als ehrgeizigste Arbeitsbiene im österreichischen Team. "Ich muss mir eben alles erarbeiten, während der Nico (Delle Karth, Anm.) eher das Genie ist", sagt er.

Unterstützt werden die Österreicher unter anderem von der italienischen Meteorologin Elena Cristofori. Sie wohnt ebenfalls im kleinen olympischen Dorf im südenglischen Städtchen Weymouth. "Sie ist super und kocht sogar für uns – italienisch." Erfolg geht eben auch durch den Magen – und ein guter Wetterbericht macht gute Laune.

Natürlich müssen die beiden auch die enttäuschenden Ergebnisse der anderen Segler verarbeiten: Das ganze Team unter Langzeit-Manager Georg Fundak arbeitet extrem eng zusammen.

Für Nico Delle Karth und Niko Resch lief es am Freitag erstmals ganz gut: Die Plätze 4, 9 und 6 brachten sie auf den 7. Platz. Sie nehmen also doch noch Kurs aufs Medal Race, das bei den 49ern erst nach 15 Wettfahrten stattfindet.

Auch der Rückstand auf Platz 3 ist mit 14 Punkten nicht unüberwindbar. "Der Speed würde passen, aber wir haben fast alle Starts verhaut", sagt der Tiroler.
Für Andreas Geritzer (Laser) ist die Chance auf seine zweite Medaille nach 2004 (Silber) vertan. Wenn er die letzten drei Wettfahrten nicht gewinnt, kann er das Medal Race vergessen.

Ziele

Als Letzte stiegen am Freitag Jugend-Olympiasiegerin Lara Vadlau und ihre Vorschoterin Eva-Maria Schimak (470er) in den Bewerb ein, sie sollen Erfahrung sammeln. Vadlau gilt als eines der größten Talente, das Österreich je hatte. "Mein Ziel ist Rio 2016", bleibt die 18-Jährige realistisch. Die beiden liegen nach zwei Wettfahrten auf Rang 18 von 20.

1. Gabrio Zandona/Pietro Zucchetti (ITA)
2. Mathew Belcher/Malcolm Page (AUS)
3. Lucas Calabrese/Juan de la Fuente (ARG)
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7. Matthias Schmid/Florian Reichstädter (AUT)

1. Mathew Belcher/Malcolm Page (AUS)
2. Luke Patience/Stuart Bithell (GBR)
3. Stuart McNay/Graham Biehl (USA)
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19. Matthias Schmid/Florian Reichstädter (AUT)

1. Luke Patience/Stuart Bithell (GBR) 9
2. Mathew Belcher/Malcolm Page (AUS) 15
3. Matthias Schmid/Florian Reichstädter (AUT) 31
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