Austria's Mario Matt celebrates winning the bronze medal of the men's slalom at the Alpine skiing world championships in Schladming, Austria, Sunday, Feb. 17, 2013. (AP Photo/Kerstin Joensson)

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Mario Matt
02/17/2013

"Schön, wenn man belohnt wird"

Der Tiroler kennt alle Höhen und Tiefen des Skisports.

von Christina Pertl, Stefan Sigwarth

Der Tiroler holte nach vielen Höhen und Tiefen im letzten WM-Bewerb wieder eine Medaille. Zufrieden blickt Mario Matt in die Runde. Auf Marcel Hirscher, der neben ihm im Schnee kniet. Auf Felix Neureuther, der den Freund und Slalom-Weltmeister herzt – und auf das Publikum, das auf den Tribünen tobt.

Für den dritten Titelgewinn nach 2001 in St. Anton und 2007 in Åre hat es zwar knapp nicht gereicht, die Bronzemedaille macht den 33-jährigen Tiroler aber trotzdem glücklich. "Es ist etwas Besonderes, ein tolles Gefühl, hier dabei zu sein und eine Medaille zu machen", sagt Matt. "Schön, wenn man für seine harte Arbeit belohnt wird."

Der 14-fache Weltcupsieger weiß über Höhen und Tiefen des Skisports Bescheid. Immer wieder kämpfte der Doppelweltmeister von 2007 (Slalom und Teambewerb) mit der Materialabstimmung, immer wieder machte dem groß gewachsenen Flirscher (1,90 Meter) auch der Rücken zu schaffen. Im Dezember 2010 musste er mit einer Nummer jenseits der 50 die Rennen bestreiten. "Da war ich sehr nahe am Aufhören dran", erzählt Matt, der seinen letzten Weltcupsieg im März 2011 in Kranjska Gora errungen hat, nachdem er kurz zuvor im WM-Slalom von Garmisch-Partenkirchen Vierter geworden war.

"Jetzt bin ich froh, dass ich weitergemacht habe", sagte der Bronzemedaillengewinner, der nun also auch von seinen zweiten Heim-Weltmeisterschaften mit einer Medaille nach Hause reist.

Vielleicht ist ihm das auch deshalb gelungen, weil er den Bewerb als "Rennen wie jedes andere" in Angriff genommen hat.

Wie geschmiert

Dabei hatte der Tiroler nach Rang drei im ersten Lauf hinter Hirscher und Neureuther gar nicht glücklich gewirkt. "Die Skier sind mir zum Teil hinten ein bissl weggeschmiert, der Grip hat gefehlt", schilderte Matt seine Erfahrungen. "Es ist ein ganz eigenartiger Schnee, ganz schmierig, der Lauf ist ziemlich langsam und drehend. Es war schwierig."

Wie lange Mario Matt dem Ski-Zirkus noch erhalten bleiben wird, das lässt sich der Slalom-Dritte an diesem Sonntagnachmittag offen. "Ich möchte nicht nur fahren, um dabei zu sein. Wenn, dann will ich vorne mitfahren", sagte der Tiroler, der seit nunmehr zwei Jahren sein eigener Kopfsponsor ist – "Krazy Kanguruh" heißt sein Après-Ski-Lokal in St. Anton, dessen Logo Matts Helm ziert.

Die Entscheidung über eine weitere (olympische) Saison will der Medaillengewinner von Schladming aber erst nach dem letzten Rennen dieses Winters fällen. "Ich will erst die Saison gut zu Ende bringen und dann entscheiden, was passiert."