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Sport
04/22/2020

Federer fordert Zusammenlegung von Herren- und Damentennis

Der Schweizer Rekord-Champion will die Verbände ATP und WTA unter einen Hut bringen. Nicht nur Nadal denkt so wie er.

Rekord-Grand-Slam-Champion Roger Federer hat eine Vereinigung der Herren- und Damen-Organisation im Tennis gefordert. „Nur so eine Frage: Bin ich der Einzige, der denkt, dass nun die Zeit dafür ist, dass sich das Herren- und das Damentennis vereinen und als eins zusammenkommen“, schrieb der Schweizer am Mittwoch bei Twitter.

Wahrscheinlich hätte das schon längst geschehen sollen, „aber vielleicht ist jetzt wirklich die Zeit“, schrieb Federer. „Das sind schwere Zeiten für jeden Sport, und wir können entweder daraus mit zwei geschwächten oder einer starken Organisation hervorkommen.“

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Unterstützung erhielt der 38-Jährige von Rafael Nadal (33). Federers langjähriger Rivale aus Spanien antwortete auf Twitter: „Wie Du aus unseren Diskussionen weißt, stimme ich Dir komplett zu, dass es großartig wäre, aus dieser Weltkrise mit der Vereinigung von Herren- und Damentennis in nur einer Organisation herauszukommen.“

Im Tennis ist bislang die ATP für die Herren- und die WTA für die Damen-Tour verantwortlich. Zudem gibt es noch den Weltverband ITF und die vier Grand-Slam-Turnier-Veranstalter in Melbourne, Paris, London und New York.

In der Vergangenheit hat es dadurch immer wieder Reibungsverluste gegeben. In der aktuellen Corona-Krise treten die Organisationen aber bereits geschlossener auf.

Breite Zustimmung

Der Vorschlag erntete zahlreiche zustimmende Reaktionen. „Ich stimme völlig zu“, ließ etwa die Nummer zwei der Welt, Rafael Nadal, auf Twitter wissen. „Du bist nicht der einzige“, meinte ebendort Simona Halep, regierende Königin von Wimbledon.

Für die zwölffache Grand-Slam-Siegerin Billie-Jean King spricht Federer aus, was sie schon lange fordere. „Ich stimme zu und habe das schon seit den frühen Siebzigerjahren gesagt. Eine Stimme, Damen und Herren zusammen, ist schon lange meine Vision für das Tennis. (...) Lasst es uns wahr machen.“

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