Schon eine Legende: Zum fünften Mal wird heuer der Monte Zoncolan erklommen (hier von Cadel Evans).

© EPA/CARLO FERRARO

Radsport
05/07/2014

Drei Wochen Stress für drei Österreicher

Am Freitag startet der Giro d’Italia – mit Riccardo Zoidl, Bernhard Eisel und Georg Preidler.

von Stefan Sigwarth

Am Freitag biegt die Karriere von Riccardo Zoidl um die nächste Kurve: Im nordirischen Belfast wird der Oberösterreicher dann für sein Team Trek erstmals an einer der drei großen Landesrundfahrten teilnehmen. Heuer wird der Giro d’Italia mit einem Teamzeitfahren in Belfast eröffnet, danach folgen eine Etappe in Nordirland und eine in Irland, ehe es am Dienstag kommender Woche in Italien weitergeht.

"Ich muss die erste Woche überstehen", weiß Zoidl. Nach seinem Schlüsselbeinbruch Anfang März zeigte der 26-Jährige in den letzten Tagen als Gesamtzwölfter der Tour de Romandie, dass er schon fast wieder der alte ist. Und er hat weiter an seinem Standing innerhalb der Luxus-Mannschaft gearbeitet – mit den luxemburgischen Schleck-Brüdern und dem Schweizer Ausnahmekönner Fabian Cancellara hat die Mannschaft gleich drei Asse von Welt. Seit heuer ist das einst luxemburgische Team mit amerikanischer Lizenz unterwegs, offiziell als Trek Factory Racing, der Sitz wurde nach Belgien verlegt.

"Ich will so gut wie möglich in den Giro hineinschnuppern", umreißt Zoidl seine Planung, "Erfahrung sammeln – und mir eine schöne Bergetappe suchen." Eine Fahrt ins Rampenlicht könnte der Wahl-Innsbrucker demzufolge am 17. oder 18. Mai in den Abruzzen probieren, eine Woche später im Piemont – oder aber in der Schlusswoche, wo es via Dolomiten Richtung Monte Zoncolan geht; die fast schon klassische Bergankunft im Dreiländereck Italien-Österreich-Slowenien steht am 31. Mai auf dem Fahrplan.

Die Ungewissheit

Ob Riccardo Zoidl dann noch dabei ist? "In der dritten Woche werde ich wohl einen Einbruch haben", schätzt der Sieger der Österreich-Rundfahrt des vergangenen Jahres angesichts seiner Premiere bei einer großen Tour, "es ist doch ein großer Sprung im Vergleich zum letzten Jahr", als der Goldwörther noch für Gourmetfein Wels in die Pedale trat.

Neben Zoidl sind noch zwei weitere Österreicher dabei: Bernhard Eisel, 33, soll Sky beflügeln, und Bergspezialist Georg Preidler, 23, will dem 36. Gesamtrang bei der Vuelta 2013 das nächste starke Ergebnis folgen lassen.

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