albrechtsberger.jpg

© Kurier

Anstoß
03/06/2020

Österreich im Daviscup: Ohne Thiem, aber mit Hoffnung

Das Tennis-Team hat gute Chancen auf das Finalturnier. Viel lernen können die Jungen von Jürgen Melzer.

von Philipp Albrechtsberger

Alters-Erscheinungen sind im Welttennis alles andere als eine Seltenheit (siehe Federer, Nadal, Djokovic). Die Beharrlichkeit, mit der Jürgen Melzer über all die Jahre im Daviscup aufgetreten ist, verdient dennoch mehr als nur eine Fußnote in den Statistiken.

Zu verdienen gab es für die Profis beim Länderwettstreit stets nur wenig im Vergleich zur Tour, ernten konnte man in den glorreichen Zeiten des 120 Jahre alten Wettbewerbs dafür aber jede Menge Ruhm und Ehre. Doch auch davon gab’s in der jüngeren Vergangenheit immer weniger zu holen, weshalb die Kosten-Nutzen-Rechnung vieler Topspieler zuungunsten des nerven- und kräfteraubenden Daviscups ausfiel.

Die überfällige Reform fiel mit dem Finalturnier radikal aus, der Erfolgsbeweis steht aber auch im zweiten Jahr nach der Modusänderung noch aus.

Für Melzer wäre eine Teilnahme im November ein letztes großes Highlight. Anders als zu seiner Glanzzeit muss sich der 38-Jährige nicht sorgen um Österreichs Daviscup-Zukunft. Dennis Novak, 26, geht in Abwesenheit von Dominic Thiem zusehends souverän um mit der Rolle als Nummer eins. Jurij Rodionov, 20, löst allmählich das Versprechen in sein Talent ein. Von Routinier Melzer kann er viel lernen, etwa Geduld. Der Rekordspieler benötigte acht Partien und vier Jahre, um sein erstes Daviscupmatch zu gewinnen.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.