Tom Devriendt (re.) setzte sich vor der Militärakademie durch

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Sport
07/08/2019

Ö-Tour: Belgischer Sieg in Wiener Neustadt

Tom Devriendt gewinnt die zweite Etappe. Riccardo Zoidl erwartet am Dienstag "die Hölle".

Es bleibt dabei: Lukas Pöstlberger, derzeit für Bora-hansgrohe bei der Tour de France unterwegs, war 2015 der letzte heimische Etappensieger bei der Österreich-Rundfahrt. Daran änderte auch die Montag-Etappe über 176,9 Kilometer von Zwettl nach Wiener Neustadt nichts, dieses Mal siegte der Belgier Tom Devriendt im Massensprint.

Immerhin: Drei Mal war Wiener Neustadt bislang Etappenort der Ö-Tour – und 1994 feierte der Vorarlberger Harald Morscher, heute Sportlicher Leiter bei Bahrain Merida, am Ende den Toursieg, 2008 folgte der Tiroler Thomas Rohregger. Und heuer?

Matthias Brändle wird es nicht, der Vorarlberger Pechvogel wurde am Tag nach seinem Sturz am Sonntag am gebrochenen Schlüsselbein operiert. Und Hermann Pernsteiner kommt auch nicht in Frage, denn sein Team Bahrain-Merida ist heuer nicht bei der Ö-Tour. Der Niederösterreicher stattete am Montag seinen Kollegen einen Besuch ab, und die dritte Etappe am Dienstag (176,2 Kilometer via Semmering und Teichalm nach Frohnleiten) wird in seiner Heimat Kirchschlag in der Buckligen Welt gestartet.

Für das Tour-de-France-Aufgebot wurde Pernsteiner nicht berücksichtigt, dafür wird der 28-Jährige mit einem Höhentrainingslager im italienischen Livigno die Vorbereitung auf die Spanien-Rundfahrt und einige Klassiker in Italien beginnen.

Unbelohnte Flucht

Die Geschichte der zweiten Etappe schrieb ein Quartett: Sebastian Schönberger (Neri Sottoli KTM), Matthias Krizek (Felbermayr Simplon Wels), Andreas Graf (Hrinkow) und der Deutsche Felix Engelhardt (Tirol KTM) hatten sich abgesetzt und arbeiteten unter der Regie von Krizek und Italien-Legionär Schönberger gut zusammen.

Graf, vor Wochenfrist bei den Europaspielen in Minsk mit Bronze auf der Bahn dekoriert (im Madison gemeinsam mit Andreas Müller), musste wie auch Engelhardt abreißen lassen, 60 Kilometer vor dem Ziel betrug der Vorsprung von Schönberger und Krizek 3:40 Minuten. Allerdings nicht lange – denn binnen einer Viertelstunde drückten Riccardo Zoidl und seine CCC-Teamkollegen den Rückstand auf wenig mehr als eine Minute. Bald war das Rennen auch für Krizek gelaufen, Solist Schönberger wurde zwölf Kilometer vor dem Ziel eingeholt.

„Es war eines der entspanntesten Finale, die ich je hatte“, freute sich Zoidl, der allen Eventualitäten aus dem Weg fuhr. Das mit gutem Grund, denn: „Die Dienstag-Etappe wird die Hölle, sowohl vom Profil her als auch taktisch. Ich hoffe, dass ich da nicht allzu viel Zeit verliere.“ Ziel des 31-jährigen Oberösterreichers ist ja nicht weniger als der zweite Ö-Tour-Sieg nach jenem anno 2013.

2. Etappe (Zwettl–Wr. Neustadt, 176,9 km): 1. Devriendt (BEL) Wanty-Gobert 4:18:35, 2. Steimle (GER) Vorarlberg-Santic, 3. Koch (GER) CCC, 5. Auer (AUT) Maloja Pushbikers, 9. F. Gamper (AUT) Tirol KTM, 11. Hofer (AUT) Hrinkow alle gl. Zeit.

Gesamt: 1. Steimle 7:37:19, 2. Devriendt +1, 3. Liepins (LAT) Wallonie Bruxelles +4, 4. Krizek (AUT) Felbermayr-Simplon Wels +5, 9. Schönberger (AUT) Neri Sottoli KTM +12, 10. P. Gamper (AUT) Tirol KTM +12, 23. Zoidl (AUT) CCC +14. 

Bergwertung: 1. Davies (GBR) Dimension Data 16, 2. Schönberger 15, 3. Krizek 6.

Punktewertung (Sprint): 1. Liepins 20, 2. Steimle 19, 7. Krizek 10, 10. Schönberger 9.

3. Etappe, Dienstag (Kirchschlag–Frohnleiten, 176,2 km): 11.00 Start, 12.09 Sprint Kirchberg, 12.33 Sprint Schottwien, 12.46 Bergwertung Semmering, 13.38 Sprint Kindberg, 14.01 BW Eibegg, 14.22 BW Teichalm, 15.12 Ziel.