Miami Heat's LeBron James goes up for a dunk during the first half of Game 5 of the NBA Finals basketball game against the Dallas Mavericks Thursday, June 9, 2011, in Dallas. (Foto:Ronald Martinez; Pool/AP/dapd)

© Deleted - 680085

NBA-Finals
06/06/2013

Die Routiniers fordern das Star-Ensemble

In den NBA-Finals fordern die San Antonio Spurs Titelverteidiger Miami Heat.

von Martin Grath

San Antonio Spurs gegen Titelverteidiger Miami Heat, so lautet das Duell um den NBA-Titel der Saison 2012/13.

Dass es die Star-Truppe aus Florida ins Finale schafft, daran hatten nur die Wenigsten gezweifelt, auch wenn sie letztendlich im Conference-Finale mit den Indiana Pacers einen harte Nuss zu knacken hatten. Dass sich die Spurs im Westen durchsetzen konnten, ist für viele hingegen eine große Überraschung.

Die drei bisherigen Saison-Begegnungen konnte allesamt Miami (104:101, 105:100, 88:86) knapp für sich entscheiden. Eine spannende Final-Serie ist garantiert. Vor allem weil LeBron James noch eine offene Rechnung mit den Spurs zu begleichen hat, da er 2007 das Finale mit Cleveland gegen San Antonio mit 4:0 verlor.

Miami Heat - Der Weg ins Finale

Angeführt von "The Big Three", LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh, stellte das Team aus dem Sunshine State mit 66 Siegen bei nur 16 Niederlagen eine neue Bestmarke in ihrer Franchise-Geschichte auf. Innerhalb der Saison blieben die Heat in 27 aufeinanderfolgenden Spielen ungeschlagen. Dies bedeutete die zweitlängsteSiegesserie, nach den Los Angeles Lakers (33 Siege, 71/72), der NBA-Historie.

Die 66 Erfolge reichten nicht nur für den Sieg in der Eastern Conference, sondern man beendete die Regular Season ebenfalls als bestes Team der gesamten Liga.

Play-offs

In der ersten Runde der Play-offs traf das Star-Ensemble auf die Milwaukee Bucks. Das Team aus Wisconsin qualifizierte sich mit 38 Siegen und 44 Niederlagen als achtes Team aus dem Osten und stellte für James & Co, wie erwartet, kein Problem dar. Mit einem "Sweep" (4:0) wurden die Spieler der Bucks in den Urlaub geschickt.

LeBron James

LeBron James

EPAepa03245785 Miami Heat guard Dwayne Wade (L) drives past Boston Celtics guard Rajon Rondo (R) during the second quarter of the Eastern Conference Finals game three at the TD Garden in Boston, Massachusetts, USA 01 June 2012. The Heat lead the best-of-s

Chris Bosh

Mario Chalmers

Miami Heat's Haslem looks at a free throw against

Miami Heat's Allen celebrates a three point shot a

Miami Heat's Andersen celebrates a shot against th

Nächstes Opfer der im "Play-off-Modus" spielenden Heat wurden die Chicago Bulls. Unter der Saison beendeten die Mannen aus Windy City noch die 27-Spiele-Siegesserie von Miami, doch in den Play-offs gelang den Heat die Revanche. Man ließ dem sechsmaligen NBA-Champion mit 4:1 keine Chance

Im Conference-Finale stand man dem Überraschungsteam Indiana Pacers gegenüber. Wade hatte noch vor dem ersten Spiel einen harten Kampf gegen Roy Hibbert, Paul George & Co. prognostiziert. Er sollte recht behalten. Erst im siebenten und entscheidenden Spiel in der heimischen American Airlines Arena konnte sich der amtierende Champion durchsetzen und somit zum dritten Mal in Folge ins große Finale einziehen.

San Antonio Spurs

Wie Miami haben auch die Texaner ihre "Big Three". Seit 2002 spielen Tim Duncan, Tony Parker und Manu Ginobili gemeinsam bei den Spurs. Bisher gelang es ihnen dreimal (03, 05, 07), den Titel zu holen. Duncan war auch schon beim ersten Triumph 1999 dabei.

Zusammen bringen die drei Stars 36 Jahre an NBA-Erfahrung aufs Parkett. Mit dieser Routine und den drei bereits gewonnen Titeln werden die Spurs mehr als nur eine kleine Hürde für die Favoriten aus Miami darstellen.

Dieses Jahr rechnete alle Welt mit der Wiederholung des Vorjahres-Finales zwischen den Oklahoma City Thunder und Miami. Doch OKC musste sich ohne den verletzten All-Star Russell Westbrook den Memphis Grizzlies deutlich mit 1:4 geschlagen geben. Letztere wurden im Western-Conference-Finale von San Antonio mit einem Sweep vom Platz gejagt.

Play-offs

In der ersten Runde mussten die Spurs gegen die Los Angeles Lakers ran. Die Lakers rutschten in der letzten Runde der Regular Season noch auf einen Play-off-Platz. Trotz des Ausfalls von Superstar Kobe Bryant wurde eine hart umkämpfte Serie erwartet. Doch die Spurs hatten etwas dagegen und gewannen die "best of seven"-Serie mit 4:0.

Gegen die Golden State Warriors und Stephen Curry wurde die Sache schon enger. Nach vier Spielen stand es 2:2 und viele trauten den Warriors eine weitere Üerraschung zu. Golden State hatte zuvor die favorisierten Denver Nuggets aus dem Bewerb gekickt.

Die Spurs "Big Three" Parker (22,5 Punkte), Duncan (10,3 Rebounds) und Ginobili (6,3 Assists) blieben eiskalt und entschieden die Serie mit zwei souveränen Siegen in Folge mit 4:2 für sich.

Tim Duncan

San Antonio Spurs' Tony Parker celebrates after th

San Antonio Spurs' Ginobili is guarded by Oklahoma

Grizzlies Spurs Basketball

USA BASKETBAL NBA

USA BASKETBALL NBA

Toronto Raptors Amir Johnson defends against San A

Gregg Popovich

Im Western-Conference-Finale traf man auf die Memphis Grizzlies. Doch hier war auch für die Bären Endstation. In den entscheidenden Situationen (zwei Spiele wurden in Overtime entschieden) setzte sich die Routine der Spurs durch.

Die Saison von Memphis wurde nach nur vier Spielen im Conference-Finale beendet. San Antonio hat somit die Chance auf den fünften Meistertitel in ihrer Franchise. Tim Duncan könnte mit einem Erfolg auf Kobe Bryant aufschließen, der ebenfalls fünf Meisterschaften gewinnen konnte.

Der KURIER-Tipp: Miami Heat - San Antonio Spurs 4:2