Sport
27.07.2018

Nach dem Aufstieg ist vor der Austrian Football League

Die American-Football-Truppe der Amstetten Thunder bereiten sich auf den neuen Liga-Alltag vor.

Die „Road to Silver Bowl“ (die Silver Bowl ist das Finalspiel der zweithöchsten Liga, Anm.) war in diesem Jahr für das Team der Amstetten Thunder endlich von Erfolg gekrönt. Nach dem Aufstieg in die zweithöchste österreichische Liga (Division I) 2015 erreichten die Amstettner zwar jedes Mal das Play-off, doch für einen Finaleinzug oder gar Sieg reichte es bisher nicht.

In diesem Jahr war alles anders. Auch, weil der Grunddurchgang mit sieben Siegen in acht Spielen abgeschlossen werden konnte. Den Aufstieg in die Austrian Football League (AFL) hatten die Amstettner jedoch nicht von Anfang an vor, wie General Manager Joachim Bürger erzählt: „Nach dem Aufstieg in die Division I wollten wir uns dort festsetzen. Dann haben wir es aber jedes Mal ins Play-off geschafft, und heuer waren wir sportlich so erfolgreich, dass wir die Liga gewinnen konnten. Darüber beschwert man sich dann natürlich auch nicht.“

Im Finale gegen die Vienna Knights in der NV-Arena in St. Pölten war es ein 17:13-Sieg auf Messers Schneide. Die Wiener waren kurz vor Schluss noch im Ballbesitz, doch der letzte Pass in die Endzone wollte ihnen nicht gelingen. „Jeder hätte das Spiel gewinnen können, wir freuen uns aber natürlich, dass wir schlussendlich als Sieger vom Platz gegangen sind“, erklärt der General Manager.

Nachwuchs

Die Silver Bowl war quasi das Aufwärmprogramm für die Austrian Bowl (das Endspiel der AFL, Anm.). Die Thunder aus Amstetten konnten ihren kommenden Gegnern, den Vienna Vikings und dem späteren Meister Swarco Raiders aus Tirol, auf die Beine schauen. Bürger und sein Team wissen, was sie erwarten wird: „Da haben die zwei besten Teams Österreichs gespielt. Wir sind natürlich in der kommenden Saison der klare Underdog.“ Für die Amstettner wäre ein Klassenerhalt schon ein großer Erfolg, meint der Manager.

Damit das gelingt, braucht das Team freilich auch neue Spieler. Der Nachwuchs, der aktuell noch in den Kinderschuhen steckt, soll weiter ausgebaut werden. „Wir werden aber auch Einsteigertrainings machen und versuchen, aktive Spieler zu uns zu bringen, denn für die AFL brauchen wir einen größeren Kader.“