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Sport Motorsport
12/05/2011

Vettel bringt es auf den Punkt

Mit dem Sieg in Singapur fehlt dem Deutschen zum Titel nur noch ein zehnter Platz in den kommenden fünf Rennen.

von Florian Plavec

In der Nacht auf Montag, kurz nach Mitternacht in Singapur. Ein paar VIPs sitzen im Fahrerlager und trinken eiskaltes Bier bei 29 Grad. Mechaniker rollen Reifen weg und bauen ihre mobilen Werkstätten ab, bei den drei Nachzüglerteams am Ende der Boxengasse ist bereits Ruhe eingekehrt.

Doch auf der anderen Seite, da spielt es sich ab. Eine Traube von Menschen umringt Sebastian Vettel. Fotografen, Kameramänner (ja, es sind ausschließlich Männer) und Reporter suchen die Nähe des Dominators der Szene, wollen noch das eine oder andere Statement hören.

Einfache Rechnung

Der 24-jährige Red-Bull-Pilot hat soeben den Grand Prix von Singapur gewonnen – und wird sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit beim nächsten Rennen am 9. Oktober in Japan zum jüngsten Doppelweltmeister der Formel-1-Geschichte küren. Die Rechnung ist mittlerweile einfach: Entweder der englische McLaren-Pilot Jenson Button (in Singapur Zweiter) gewinnt nicht, oder Vettel holt zumindest einen Punkt. Ein einziger zehnter Platz in den ausstehenden fünf Rennen genügt demnach Vettel. Alle anderen Anwärter auf den Titel sind bereits aus dem großen Rennen.

Feierlaune

"Auf den Punkt gebracht", titelte die Frankfurter Allgemeine Zeitung nach dem unaufgeregten Start-Ziel-Sieg des Deutschen in Singapur und der bevorstehenden Krönung. Die spanische Marca brachte es in Anlehnung an die Ausgangslage vor dem Japan-Rennen ebenfalls auf den - erraten - Punkt: "Vettel, Punkt und Schluss. Der Deutsche begeht nicht den geringsten Fehler."

Das Red-Bull-Team hat zur Sicherheit alle Rückflüge aus Suzuka für Montag gebucht, damit alle bei der WM-Party ausgiebig feiern können. "Beim ersten Titel waren wir irrsinnig überwältigt", sagt Helmut Marko, der Motorsportchef des österreichischen Rennstalls. "Jetzt sind wir gefasster und es ist auch eine Bestätigung. Aber: Noch sind wir nicht ganz da."

Teamchef Christian Horner sprach am Sonntag von "einem guten Tag für Red Bull" und sieht dem Rennen in Japan erwartungsfroh entgegen: "Dort waren wir immer gut."

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