Vertragspoker um den Nürburgring

Die Show in der Eifel soll eine Zukunft haben - Bernie Ecclestone zeigt sich gesprächsbereit.

Spannung , Show, Spektakel. Auch wenn es erneut keinen Heimsieg für Publikumsliebling Vettel gab, war der Grand Prix auf dem Nürburgring Werbung für die Formel 1. Und seit Sonntag sieht es auch wieder besser mit einer Fortsetzung des Rennens in der Eifel aus.

Vermarkter Bernie Ecclestone kündigte Zugeständnisse an im Poker um den Verbleib der Traditionsrennstrecke im Kalender. "Ich bin bereit, denselben Vertrag hier zu machen wie wir ihn in Ungarn haben", sagte der Engländer .

Der bisherige Vertrag der Ring-Betreiber mit Ecclestone läuft aus, die Antrittsgage der Königsklasse belief sich jährlich auf 20 Millionen Euro. Der Umsatz blieb allerdings aus, 2009 verbuchten die Betreiber einen Verlust von 13 Millionen Euro, heuer sollen es 17 Millionen sein. Die Landespolitik kappte bereits die Zuschüsse (zehn Millionen).

Welch wichtiger Kernmarkt Deutschland für die Formel 1 ist, zeigt nicht nur der Blick auf das Starterfeld: Sechs Piloten, ein Viertel des Feldes, stellt die Nation. Dank der Erfolge von Sebastian Vettel stiegen heuer wieder die Zuschauerzahlen. Ein Plus von 10.000 Besuchern zählte der Veranstalter heuer im Vergleich zu 2009, im deutschen Fernsehen steigen die Quoten ebenfalls stetig.

Mit dem Fortbestand des Rennens auf dem Nürburgring hängt auch die Zukunft in Hockenheim (Vertrag bis 2018) zusammen. Derzeit wechseln einander die Strecken im Jahresrhythmus ab, ein permanenter GP von Deutschland in Hockenheim wäre aber auch für die Baden-Württemberger nicht zu stemmen.

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( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011