Sport | Motorsport
18.11.2017

Trauer in Macau: Tödlicher Unfall bei Motorrad-GP

Der Motorrad-Grand-Prix in Macau zählt zu den gefährlichsten Rennen der Welt. 2017 forderte er ein Todesopfer.

Motorrad-Pilot Daniel Hegarty ist nach einem schweren Unfall beim Grand Prix von Macau gestorben. Der 31-jährige Brite sei seinen Verletzungen im Krankenwagen erlegen, teilten der Motorsport-Weltverband und die Renn-Organisatoren am Samstag mit. Hegarty war mit seiner Honda in der sechsten Runde in der Fisherman's Kurve schwer gestürzt und so heftig eingeschlagen, dass ihm dabei der Helm vom Kopf gerissen wurde.

Der enge Stadtkurs in Macau gilt als besonders gefährlich - das hatte schon zuvor ein schwerer Unfall im GT World Cup demonstriert, bei dem zum Glück alle Beteiligten unverletzt geblieben waren. Das Rennen in Macau steht ähnlich wie die Tourist Trophy auf der Isle of Man - bei der Hegarty ebenfalls am Start war - wegen der unzureichenden Streckensicherung und der oftmals schweren Unfälle in der Kritik.

Zu den Ursachen von Hegartys Unfall und seinen Verletzungen gab es zunächst keine Angaben. Unverständnis lösten die Veranstalter aus, als sie trotz des Unfalls die sichtlich betroffenen Fahrer zur Siegerehrung baten. Hegarty hatte als 17-Jähriger eine Profi-Karriere im Motorradsport begonnen. Zuletzt nahm er an den besonders riskanten Straßenrennen teil, zu denen auch der Klassiker in Macau gehört. Trotz mehrerer Stürze und Verletzungen war er immer wieder in den Sport zurückgekehrt.

Vor fünf Jahren war an gleicher Stelle der portugiesische Superbike-Fahrer Luis Carreira tödlich verunglückt. Im November 2005 starb der frühere Langstrecken-Weltmeister Bruno Bonhuil in Macau nach einem Sturz mit seiner Suzuki. Der Grand Prix von Macau wird seit 1954 ausgetragen, die Motorräder sind allerdings erst seit 1967 dabei. Jedes Jahr reisen Hunderte von Fahrern ins Spielerparadies vor den Toren Hongkongs, um an den Rennen in verschiedenen Klassen teilzunehmen.