Konnte seinen Erfolg kaum fassen: Kurt Busch gewann für das Haas Team.

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NASCAR
02/27/2017

NASCAR: Kurt Busch holt sich Sieg in letzter Runde

Das Daytona 500 endete nach vielen Unfällen mit einem Überraschungssieg.

von Christoph Hanak

Nach einem Benzinkrimi konnte Kurt Busch zum ersten Mal über den Erfolg beim Daytona 500 jubeln. Das Rennen war nach vielen Unfällen und Gelbphasen nichts für schwache Nerven. Beinahe alle Top-Favoriten, darunter Dale Earnhardt Junior, Jimmie Johnson und Kyle Busch, wurden bei Unfällen aus dem Rennen geworfen.

Für viel Diskussionsstoff sorgte auch das neue Rennformat der Serie. Erstmals war das Rennen nicht durchgehend gefahren worden, sondern in Segmente unterteilt. Nach jedem Segment gibt es für den Führenden Meisterschaftspunkte. Das Endergebnis wird dadurch aber nicht beeinflusst. Die einzige Frau im Feld, Danica Patrick, wurde bei einem "Big One" unschuldig aus dem Rennen gerissen. Bis dahin war sie stets in der Führungsgruppe vertreten. Seit ihrem Wechsel aus der Indy-Car Serie 2012 konnte sie noch kein Rennen für sich entscheiden. Beim Daytona 500 stand sie aber bereits 2013 auf der Poleposition, konnte damals aber nicht den gewünschten Triumph einfahren.

Die letzte Gelbphase bei noch 51 zu fahrenden Runden brachte die Piloten und ihre Crew in Bedrängnis, war die maximale Rundenzahl mit einer Benzinmenge nur 48 Runden. Die letzten Runden waren daher geprägt vom Spritsparen der Führenden. Durch die zahlreichen Unfälle war das Feld von 43 auf nur noch 17 Fahrzeuge in der Führungsrunde dezimiert worden. Kurt Busch hielt sich stets im Mittelfeld auf und konnte durch den Windschatten der anderen Fahrzeuge genügend Sprit sparen um das Ziel zu erreichen.

Dem Langzeitführenden Chase Elliot ging bereits zwei Runden vor Schluss das Benzin aus. Kurt Busch, Meister der Serie aus dem Jahr 2004, konnte in der letzten Runde noch zulegen und den Sieg so ins Ziel bringen. Den meisten Kontrahenten ging auf der Gegengerade der letzten Runde der Sprit aus, aus der Spitzengruppe erreichten nur sieben Fahrer das Ziel. Kurt Busch, Fahrer aus Las Vegas, führte nur eine einzige Runde, die Letzte.