Martin Bauer

© HONORARFREI /Nico Schneider

Motorrad
08/25/2013

Bauers Premiere in der Königsklasse

Martin Bauer startet am Sonntag im MotoGP-Rennen in Brünn – und ist gegen die Top-Stars chancenlos.

von Florian Plavec

Einen Motorrad-Straßenweltmeister hatte Österreich schon. Rupert Hollaus holte 1954 den Titel in der 125er-Klasse – und verunglückte im selben Jahr tödlich. In den 1980er-Jahren feierte Gustl Auinger Rennsiege und Andreas Meklau fuhr 1993 eine Saison in der 500-Kubik-Weltmeisterschaft.

Doch in der neuen Motorrad-Königsklasse, die seit 2002 MotoGP heißt, war noch nie ein Österreicher am Start. Bis heute.

Spätes Debüt

Mit stolzen 37 Jahren feiert der Niederösterreicher Martin Bauer seine Premiere beim GP von Tschechien in Brünn (Start 13 Uhr). Zudem ist sein Remus Racing Team die erste österreichische Mannschaft in der wichtigsten Motorrad-Klasse.

Gemeinsam mit Teammanager Andreas Bronnen und Cheftechniker Fritz Schwarz verwirklichte Bauer seinen Traum von der MotoGP. Möglich machten dies schnelle Rundenzeiten bei Tests, die Zusage des Motorradweltverbandes und das Regulativ der MotoGP-Serie, das auch sogenannte Claiming-Rule-Teams (CRT) die Teilnahme ermöglicht.

Die CRT-Regelung erlaubt das Auffüllen des MotoGP-Feldes mit Privatteams. Diese haben mehr Spielraum, was technische Innovationen und Umbauten betrifft. „In der Superbike hat man strengere Bestimmungen“, sagt Bauer. „Nicht wie bei den CRTs, wo man eine Vielzahl von Möglichkeiten hat, alles zu verändern.“

Dies dürfte Bauer und seinem Techniker Schwarz mit der Suter-BMW blendend gelungen sein. Am Freitag war das Team auf Anhieb schneller als manche CRT-Kollegen. „Wir haben die Neigung der Suter-BMW zu Wheelies in den Kurvenausgängen stark reduzieren können“, sagte Bauer. „Nun müssen wir noch an der Elektronik arbeiten und am Grip im Kurvenausgang.“

Im Qualifying am Samstag ging Bauer nicht ganz ans Limit, wurde 25. – und Letzter. Aus der Poleposition startet der englische Yamaha-Pilot Cal Crutchlow.

Gegen die Top-Stars auf den Werks-Motorrädern hat der Österreicher keine Chance. In den 22 MotoGP-Runden wird er nur am Start die Hinterräder von Valentino Rossi und Co. sehen. Die Motoren der Top-Teams leisten gut 30 PS mehr, die Fahrwerke der Werksmaschinen sind technisch das beste, was es auf der Welt gibt.

Junger Star

Neuer Überflieger der Szene ist in dieser Saison Marc Márquez. Der Österreicher Bauer war 17 Jahre alt, als Márquez vor 20 Jahren geboren wurde. In seiner ersten MotoGP-Saison ist der Honda-Fahrer nicht zu stoppen. Der Katalane wurde zum jüngsten MotoGP-Sieger, gewann bisher drei Rennen und könnte heuer als jüngster Fahrer den WM-Titel in der Königsklasse holen.

WM-Stand

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