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Sport Motorsport
08/30/2020

Mercedes-Teamchef Wolff: Ferrari-Krise nicht gut für Formel 1

"Ferrari ist eine ikonische Marke. Sie sollten ganz vorne kämpfen", sagt der Wiener.

Ferrari schadet nach Einschätzung von Toto Wolff mit seiner schweren sportlichen Krise auch der gesamten Formel 1. "Ferrari ist eine ikonische Marke. Sie sollten ganz vorne kämpfen", sagte der Teamchef von Branchenführer und Erfolgsrennstall Mercedes am Samstag nach dem jüngsten schweren Rückschlag für die Scuderia.

Beide Fahrer von Ferrari waren nur mit Mühe in die zweite Runde der Qualifikation für den Großen Preis von Belgien eingezogen. Sebastian Vettel wurde 14. unmittelbar hinter Teamkollege Charles Leclerc. Von Siegchancen ist die Scuderia in Spa-Francorchamps nach den Erfolgen 2018 von Vettel und 2019 von Leclerc diesmal Welten entfernt.

Wolff leidet mit den Tifosi

"Es ist nicht gut für die Formel 1. Es ist nicht gut für den Kampf an der Spitze", betonte Wolff, dessen Team seit Jahren die unumstrittene Spitze der Rennserie bildet und sowohl den siebenten Fahrer- als auch den siebenten Konstrukteurs-Triumph in Serie ansteuert. Von sieben Polepositionen in diesem Jahr holte Mercedes sieben, von den bisherigen sechs Rennen gewannen Superstar Lewis Hamilton (4) und sein Teamkollege Valtteri Bottas (1) fünf.

Er leide mit den Tifosi, meinte Wolff. Man müsse aber auch die Prioritäten in der jüngsten Zeit bei der Scuderia infrage stellen und erörtern, woher das Leistungsloch komme. "Es geht um die Entscheidungen, die innerhalb des Teams von einigen Leuten getroffen wurden", sagte der 48-jährige Österreicher, ohne die Kritik weiter zu präzisieren. Keiner der Fans und der Ferrari-Leute habe solche Ergebnisse verdient.

Am Ende dieser Saison wird Vettel das Team verlassen müssen, der Vertrag des viermaligen Weltmeisters war nicht verlängert worden.

Ferrari will bald Zukunftsgespräch mit Mick Schumacher

Ein Ass hat die Scuderia aber im Ärmel. Mick Schumacher will zwar keine Ansprüche auf ein Cockpit im kommenden Jahr in der Formel 1 stellen. Der 21-jährige Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher zeigte sich in einem Interview der Süddeutschen Zeitung aber erfreut über die Ankündigung von Ferrari-Teamchef Mattia Binotto über ein baldiges Gespräch zu seiner Zukunft.

"Ich betrachte es als Kompliment. Es zeigt, dass ich mich in allen Punkten verbessert habe, in denen ich mich verbessern sollte", sagte Schumacher. Worauf Binotto und Ferrari schauen würden bei der Besetzung der Cockpits, lasse sich aber schwer sagen. "Ich bin nicht in der Position, dass ich etwas behaupten sollte. Das wäre falsch. Ich versuche einfach, dass ich meine Aufgaben als Rennfahrer richtigmache", betonte Mick Schumacher.

Er fährt in der Formel 2 in seinem zweiten Jahr für das italienische Prema Team, zudem gehört Mick Schumacher zur Ferrari-Nachwuchsfahrerakademie. Dass er in die Formel 1 will, hat er schon mehrfach bekräftigt. Spekuliert wird darüber, dass es womöglich im kommenden Jahr soweit sein könnte in einem der Teams, die eng mit Ferrari zusammenarbeiten.

Frederic Vasseur, Teamchef von Alfa Romeo, sagte am Rande des Großen Preises von Belgien dem TV-Sender Sky: "Mick macht einen guten Job, er wird die Möglichkeit haben, die Formel 1 vielleicht vor dem Ende der Saison zu testen. Danach werden wir sehen."

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