© APA/AFP/FRANCK FIFE

Rallye
10/03/2019

Matthias Walkner: Ein Härtetest unter Schmerzen

Der Salzburger startet bei der Marokko-Rallye. Das Knie und der Knöchel machen ihm aber zu schaffen.

von Christoph Geiler

Matthias Walkner hat ein anstrengendes Jahr hinter sich, in der er mehr Zeit in der Reha und in der Kraftkammer verbracht hat als auf seinem geliebten Motorrad. Nach seinem zweiten Platz bei der Rallye Dakar hatte sich der Salzburger schnurstracks in den Operationssaal begeben und an seinem geschundenen Körper alles reparieren lassen, was über die Jahre zu Bruch gegangen ist.

Zum medinischen Service gehörte unter anderem ein Eingriff am Knöchel, nachdem sich heraus gestellt hatte, dass Walkner die meisten Etappen der heurigen Dakar-Rallye mit einem gebrochenen Sprungbein bestritten hatte. "Wenn du ein ganzes Jahr auf ein einziges Rennen trainierst, dann kämpfst du so lange, bis es wirklich nicht mehr geht“, meinte der 33-Jährige.

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Und weil er schon einmal unterm Messer lag, wurden in der Privatklinik Hochrum auch seine alten Wehwehchen kuriert. Seit einem schweren Sturz bei der Rallye Dakar 2016 war Matthias Walkner mit einem gerissenen Kreuzband unterwegs gewesen und hatte trotz dieses Handicaps 2018 das Rennen sogar als erster Österreicher gewinnen können.

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Das beleidigte Kreuzband wurde zusammen geflickt, in einer weiteren Operation wurde Walkner dann auch noch ein Nagel aus dem Oberschenkel entfernt. Ein Andenken an den Crash im Jahr 2016, bei dem er sich den Oberschenkel gebrochen hatte.

Verständlich, dass es der 33-Jährige angesichts dieser langen Verletzungsgeschichte heuer etwas langsamer angehen lässt und ein wenig auf die Bremse drückt. Im September war er bei der Atacama-Rallye erstmals wieder wettkampfmäßig auf dem Motorrad gesessen, die "Rallye du Maroc" ist nun ab Freitag der letzte Härtetest vor dem Saisonhöhepunkt, der Rallye Dakar im Jänner.

"Dieses Rennen ist nicht unwichtig für mich", sagt Matthias Walkner. Wobei die Platzierungen für ihn nach der langen Pause sekundär sind, "entscheidend ist das Gefühl, das ich mitnehme. Es geht darum, dass ich schön langsam wieder an meine alte Stärke anknüpfen kann."

Wobei dem Österreicher die Verletzungen immer noch zu schaffen machen. Nachdem er in den vergangenen Wochen wieder häufiger auf dem Motorrad trainiert hatte, meldeten sich sofort der Knöchel und das Knie. "Denen geht es leider nicht übertrieben gut", gesteht Walkner. "Bis zur Dakar ist aber zum Glück noch Zeit, dass sich vor allem das Sprunggelenk in eine positive Richtung entwickelt."

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