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Sport Motorsport
12/09/2019

Hamilton vs. Rossi: Das Tauschgeschäft der Champions

Die MotoGP-Ikone aus Italien steuert den Silberpfeil, der englische Formel-1-Star die Yamaha.

von Florian Plavec

Zwei Meister ihres Metiers tauschen die Arbeitsgeräte. Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton setzt sich am Montag in Valencia auf die Yamaha von MotoGP-Star Valentino Rossi. Der Italiener wird zeitgleich den Mercedes von Hamilton steuern. Die Idee dazu ist schon viele Jahre alt, ermöglicht hat das Show-Event nun der gemeinsame Sponsor der beiden, Energydrink-Hersteller Monster.

„Ich denke, ich und Lewis werden Spaß haben“, schrieb der italienische Altmeister Rossi (40) auf Instagram zu einem Bild, das die Anpassung seines Sitzes im Silberpfeil zeigt, und auch Hamilton zeigte sich „superaufgeregt“ vor dem Event auf dem Ricardo Tormo Circuit.

Erste Erfahrungen

Für Rossi ist es nicht der erste Formel-1-Test. Schon in der Vergangenheit durfte er in Barcelona und in Mugello im Formel-1-Renner von Ferrari ausfahren. Hamilton sitzt hingegen zum ersten Mal auf einer 300 PS starken MotoGP-Maschine. Seine Liebe zum Motorradsport hat der Brite schon mehrmals zum Ausdruck gebracht, auf einem Superbike sammelte er erste Erfahrungen. Wie der 34-Jährige aber mit der Kraft von 300 PS umgehen wird, wird sich weisen. Mit 1,9 PS pro Kilogramm hat die MotoGP-Maschine ein noch höheres Leistungsgewicht als die Formel 1 mit 1,5 PS/kg.

Der Vergleich der beiden Rennserien liegt auf der Hand. In beiden Klassen sind die jeweils absolut besten Piloten am Werk. Doch ist das Auto schneller oder doch das Motorrad? Welcher Sport ist spektakulärer?

Die erste Frage lässt sich eindeutig beantworten. Die Formel 1 distanziert die MotoGP in Sachen Rundenzeiten deutlich (siehe Grafik). Im Sommer 2019 lagen auf dem Red-Bull-Ring in Spielberg 20 (!) Sekunden zwischen den Qualifying-Zeiten von Hamilton und Rossi. Dabei können die Motorräder bei Beschleunigung und Höchstgeschwindigkeit fast mit der Formel 1 mithalten. Doch in den Bremszonen, aber vor allem in den Kurven, rasen die Autos davon. Grund dafür ist die Aerodynamik, die die Formel-1-Autos an den Asphalt saugt und somit deutlich höhere Kurvengeschwindigkeiten zulässt.

Spektakulärer scheint für viele Fans die MotoGP zu sein. Hier brüllen die Motoren mit 128 Dezibel (Formel 1: 118 dB), es wird wild überholt, mehrmals wechselt die Rennführung, Nervenkitzel ist garantiert. Beiden Serien gemein ist allerdings, dass die Weltmeisterschaften heuer früh entschieden waren. Sowohl Hamilton als auch Marc Márquez (ESP) waren so überlegen, dass im Kampf um die WM-Krone kaum Spannung aufkam.

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