Red Bull sucht Formula-Unas für Spielberg

Eine Red Bull Formula Una am Start vor dem Grand Prix von Österreich. © Bild: GEPA Pictures/Red Bull

Seit 2014 gehören die Gridgirls im Dirndl am Red-Bull-Ring zum Spektakel.

Sie gehören seit Jahrzehnten zum Bild der Formel-1-Startaufstellung: Gridgirls sind im Motorsport ein fixer Bestandteil rund um das Rennen, und in der Formel 1 sind in den Minuten vor dem Start alle Kameras auf sie gerichtet. In den vergangenen Jahren wurde daran immer öfter Sexismus-Kritik laut - sodass beim Grand Prix von Monte Carlo im Vorjahr erstmals auch Gridboys in der Startaufstellung zu finden waren.

Die Reaktionen darauf - vor allem aus dem Fahrerlager, aber auch von Seiten der Fans - waren gemischt, und die meisten Veranstalter bleiben bei der Tradition, dass junge Damen in der Startaufstellung und auf dem Podium mit dabei sind.

Monacos Grid Boys stießen nicht überall auf Gegenliebe.
epa04765878 The Grid Men prior the 2015 Monaco Formula One Grand Prix at the Monte Carlo circuit in Monaco, 24 May 2015. EPA/SR… © Bild: APA/EPA/SRDJAN SUKI
Kein Wunder also, dass die Auswahl der Gridgirls ein langwieriger Prozess ist - schließlich sollen sie das Gastgeberland in seiner ganzen Schönheit präsentieren. In Österreich sind seit der Rückkehr der Formel 1 im Jahr 2014 die Damen in der Startaufstellung in klassisch österreichischer Tracht gekleidet: Die Formula Unas, wie Veranstalter seine Gridgirls nennt, sind allesamt im Dirndl anwesend.

Bewerbungsprozess für "Formula Unas" hat begonnen

Für 2016 sucht Red Bull wieder 50 junge Österreicherinnen, die in die Königsklasse des Motorsports eintauchen wollen. Das Anforderungsprofil für interessierte Bewerberinnen birgt keine Überraschungen. "Du bist volljährig, selbstbewusst, engagiert, sattelfest in Englisch und interessierst dich für Motorsport? Du bist bodenständig, traditionsbewusst und trägst gerne Dirndl?"

Die Formula Unas in österreichischer Tracht.
Mehrere Red Bull Formula Unas am Start vor dem Grand Prix von Österreich. © Bild: Mirja Geh/Red Bull
Bewerberinnen werden gebeten, sich auf derHomepage des Red-Bull-Rings zu bewerben - natürlich inklusive Konfektionsgröße und Foto-Portfolio. Schlechte Nachricht für alle Herren: Auch 2016 wird es am Red-Bull-Ring keine Gridboys geben, die Lederhose muss auf ihr Formel-1-Debüt also noch warten.

Bis zum 12. April können Bewerbungen eingereicht werden, danach entscheidet ein Online-Voting in Kombination mit einer Jury, der neben Red-Bull-Pilot Daniel Ricciardo auch Dr. Monika Primas vom Steirischen Heimatwerk und Lifestyle-Bloggerin Anna Posch angehören, welche jungen Damen Österreich vom 1. bis 3. Juli in der Formel 1 vertreten.

( kurier.at , kai ) Erstellt am 18.03.2016