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26.11.2018

Formel 1: Wer überzeugte im Jahr 2018, wer enttäuschte?

Nach dem Saisonfinale in Abu Dhabi ist es an der Zeit, den Fahrern ein Zeugnis auszustellen.

Lewis Hamilton ist weit gekommen im Formel-1-Jahr 2018. Auf dem Weg zu seinem fünften Weltmeistertitel legte der Engländer in seinem Mercedes 6353 Kilometer zurück – mehr als jeder andere der zwanzig Fahrer. Mehr als ein Drittel der Strecke lag der 33-Jährige in Führung.

Es ist nicht die einzige Bestmarke, die Hamilton in der gestern zu Ende gegangenen Saison aufgestellt hat. Doch nicht nur mit Siegesfahrten wusste er heuer zu beeindrucken. Hamilton war es, der die Mercedes-Mannschaft zur Saisonmitte antrieb, um den Rückstand auf Ferrari und Sebastian Vettel wettzumachen. Frei von Fehlern surfte Hamilton im Saisonfinish auf der Erfolgswelle.

Seine Ausnahmestellung zeigt sich auch in der KURIER-Wertung der Fahrer 2018:

Formel-1-Fahrerzeugnisse

1/20

408 Punkte: Lewis Hamilton (33/ENG/Mercedes) Sein Auftreten war sowohl auf als auch neben der Strecke makellos. Mit seinem fünften WM-Titel hat er nur noch Michael Schumacher vor sich. 5 von 5 Sternen

320 Sebastian Vettel (31/GER/Ferrari) Von seinem Team unter Druck gesetzt, passierten dem Deutschen und seiner Crew vermeidbare Fehler. Fünf Saisonsiege, der letzte allerdings Ende August.  3,5 von 5 Sternen

251 Kimi Räikkönen (39/FIN/Ferrari) Als Helfer von Vettel gestartet, ließ der 39-Jährige mehrmals sein Können aufblitzen. Ein Sieg auf der Abschiedstournee im Ferrari. 3,5 von 5 Sternen

249 Max Verstappen (21/NED/Red Bull)  Schnell war er schon immer, nun hat er auch (die meisten) Fehler vermieden. 4,5 von 5 Sternen

247 Valtteri Bottas (29/FIN/Mercedes)  Chancen- und sieglos gegen Hamilton, aber Team-Weltmeister.  3 von 5 Sternen

170 Daniel Ricciardo (29/AUS/Red Bull)  Zwei Siege, aber das Pech (acht Ausfälle) reicht für eine ganze Karriere. 4 von 5 Sternen

69 Nico Hülkenberg (31/GER/Renault)   Der Beste hinter den Top-3-Teams, doch nach 156 Rennen ohne Podestplatz. 3,5 von 5 Sternen

62 Sergio Pérez (28/MEX/Force India)   Rang drei in Baku war der Höhepunkt eines sonst durchschnittlichen Jahres. 3 von 5 Sternen

56 Kevin Magnussen (26/DEN/Haas)   Harte Manöver gegen die Konkurrenten, aber elf Mal in den Punkterängen. 3 von 5 Sternen

53 Carlos Sainz jr. (24/ESP/Renault)   Schwankende Leistungen im soliden Renault-Boliden. Startet 2019 bei McLaren. 3 von 5 Sternen

50 Fernando Alonso (37/ESP/McLaren)  Der Doppelweltmeister kämpfte, schimpfte - und holte das Maximum heraus. 4 von 5 Sternen

49 Esteban Ocon (22/FRA/Force India)  Ocon gilt weiter als Talent, 2019 darf er aber nur (für Mercedes) testen.  3 von 5 Sternen  

39 Charles Leclerc (21/MON/Sauber) Gleich in der Rookie-Saison gelang der Durchbruch. 2019 sitzt er im Ferrari. 4 von 5 Sternen  

37 Romain Grosjean (32/FRA/Haas)   Abgehängt von Magnussen, doch das Team hält auch 2019 am Franzosen fest. 2 von 5 Sternen

29 Pierre Gasly (22/FRA/Toro Rosso)  Sensationell Vierter in Bahrain, 2019 neben Max Verstappen im Red Bull. 3 von 5 Sternen

AUTO-F1-PRIX-JPN

12 Stoffel Vandoorne (26/BEL/McLaren) 0:21 im Qualifying-Duell gegen Teamkollege Alonso. 2019 in der Formel E.  0 von 5 Sternen

9 Marcus Ericsson (28/SWE/Sauber) 2019 wird er zum Sauber-Testpiloten degradiert. Zu Recht. 1 von 5 Sternen  

6 Lance Stroll (20/CAN/Williams) Der brave Bub steigt 2019 dank des reichen Vaters auf RP Force India um. 1,5 von 5 Sternen

4 Brendon Hartley (29/NZL/Toro Rosso) Der Spätstarter konnte seine Chance in der Königsklasse nicht nutzen.  0,5 von 5 Sternen  

1 Sergei Sirotkin (23/RUS/Williams) Potente Sponsoren, aber zu wenig Speed. Die F1-Karriere ist wieder vorbei.  0 von 5 Sternen