Sport | Motorsport
10.03.2014

Mateschitz empfindet "Situation gar nicht als so schwer"

Sein Team werde die Herausforderungen annehmen und bewältigen, so der Red-Bull-Boss.

Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz sieht die Krise seines Formel-1-Teams als Herausforderung, die es meistern wird. Die Bullen hinken nicht zuletzt aufgrund von Problemen mit dem neuen Hybridmotor von Renault vor Saisonstart am Wochenende hinterher. "Wir empfinden die derzeitige Situation gar nicht als so schwer", betonte Mateschitz in einem Interview mit der deutschen Nachrichtenagentur dpa.

Als Formel-1-Fan freut sich Mateschitz sogar, dass die Zeit der Dauersiege von Vierfach-Weltmeister Sebastian Vettel ein Ende haben könnte. "Es schlagen zwei Herzen in meiner Brust: Als F1-Fan freue ich mich, dass es offensichtlich wieder spannender wird und unsere Dominanz vielleicht zu Ende ist", sagte der 69-jährige Steirer. Sein Team werde die Herausforderungen annehmen und bewältigen.

"Auch kein unspannender Prozess, zumal wir glauben, dass das Auto selbst 'state of the art' ist und seine Performance zeigen wird", erklärte Mateschitz. Die Probleme scheinen im Zusammenspiel des Boliden mit dem Antriebsstrang von Renault zu liegen. Das Weltmeisterteam absolvierte daher vor Saisonstart in Melbourne bei den Testfahrten deutlich weniger Kilometer als die Hauptkonkurrenten Mercedes oder Ferrari.

Auf Renault angewiesen

Red Bull fehlen wichtige Daten, die durch die streng reglementierten Tests während der Saison schwerer aufzuholen sind. Das neue Reglement scheint die Vorherrschaft des österreichisch-englischen Rennstalls gebrochen zu haben, anstelle der Aerodynamik geht es in der Königsklasse ab 2014 mehr um den Antriebsstrang. "Es ist, wie es ist, und auch die neuen Reglements sind für alle die gleichen", betonte Mateschitz.

Sein Team ist im Gegensatz zu Ferrari und Mercedes, die ihre Motoren selbst bauen, aber auch auf Renault angewiesen. "Wir versuchen dem Team, aber auch unserem Partner Renault, alles zur Verfügung zu stellen, was es in unserem Umfeld an Know-how gibt und von dem wir glauben, dass es hilfreich sein könnte", sagte der Red-Bull-Boss.

Keine Sorgen um Vettel

Sorgen, dass Starpilot Sebastian Vettel mit der für ihn ungewohnten Situation des Jägers nicht zurechtkommen könnte, macht sich Mateschitz nicht. "Sebastian hatte in viereinhalb seiner bisherigen fünf Jahre bei Red Bull ein absolutes Siegerauto", erinnerte der Milliardär. "Ich glaube nicht, dass er ein Problem hat, mit der jetzigen Situation klarzukommen. Er wird, so wie das gesamte Team, die Herausforderung annehmen."