Schweigsam: Kimi Räikkönen äußerst sich nicht zu einem möglichen Verbleib bei Lotus.

© APA/Janos Marjai

Formel 1
08/24/2013

Das Pokerspiel des Iceman

Kimi Räikkönen lässt sich für die Zukunft einige Optionen offen - und treibt seinen Preis in die Höhe.

von Florian Plavec

Eigentlich hätten vor dem Rennen im belgischen Spa (Sonntag, 14.00/live ORF eins, RTL, Sky) die wichtigsten Personalfragen geklärt werden sollen. Wer wird ab 2014 Nachfolger von Mark Webber bei Red Bull? Für welches Team entscheidet sich Kimi Räikkönen? Doch sowohl das österreichisch-englische Team als auch der Finne blieben bisher Antworten schuldig.

Dies wiederum ist Nährboden für Spekulationen. Fakt ist, dass Räikkönens Management die Verhandlungen mit Red Bull für gescheitert erklärt hat. Die Redaktion der Webseite Motorsport-total.com glaubt, dass der 33-Jährige bei Lotus bleiben wird. Zwar ist Räikkönen verstimmt darüber, dass er immer noch auf Teile seines Gehalts warten muss, andererseits hat er in seiner Karriere so viel verdient, dass der finanzielle Faktor nicht im Vordergrund steht. Räikkönen will nur eines: ein Auto, mit dem er gewinnen kann.

Neben Red Bull wurde er mit McLaren in Verbindung gebracht, doch die Briten stecken in der Krise. Bleibt Ferrari, wo Räikkönen von 2007 bis 2009 fuhr: Im ersten Jahr wurde er Weltmeister, aber nach der Saison 2009 verabschiedete ihn das Team mit kolportierten 17 Millionen Euro Abfindung, um für Alonso Platz zu machen.

Dass sowohl Ferrari als auch Räikkönen die Gerüchte nicht dementieren, macht Sinn: Ferrari verschafft sich eine starke Position in den Verhandlungen mit Felipe Massa, und Räikkönen kann Druck auf Lotus ausüben, solange er andere Optionen hat.

Der frühere Formel-1-Pilot und jetzige BBC-Experte Eddie Jordan glaubt allerdings, dass Räikkönen 2014 tatsächlich wieder für Ferrari fahren könnte und mit Fernando Alonso das Traum-Duo der Formel 1 bilden könnte. „Ich weiß, dass Kimi bei Red Bull andocken wollte. Aber letztlich wollte ihn das Team nicht“, sagte der 55-jährige Ire, der schon mehrmals seinen Ruf als Formel-1-Orakel bestätigen konnte. „Als ihm klar wurde, dass die Gespräche mit dem Team ins Nichts führen, hat er Kontakte zu Ferrari gesponnen.“

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